Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2. Timotheus, 1,7

Wort des Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zum Coronavirus

Liebe und Besonnenheit – was heißt das für unser Handeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus?

Viele von uns müssen gegenwärtig schwierige und teilweise schmerzliche Entscheidungen treffen. Welche Veranstaltungen können stattfinden? Welche müssen wir absagen? Wieviel Vorsicht ist in unseren persönlichen Beziehungen im Umgang mit andren Menschen geboten? Können wir überhaupt noch jemanden körperlich berühren? Und gerade, wenn es auch um andere Menschen geht: Wie können wir das richtige Maß zwischen zuversichtlicher Gelassenheit und Leichtsinn finden?

Kirchliche Veranstaltungen und Gottesdienste müssen abgesagt werden. Auch bei Ihnen in den Gemeinden werden die damit verbundenen schwierigen Abwägungen zu treffen sein.

Auch in unserem persönlichen Verhalten brauchen wir die Kraft, Liebe und Besonnenheit, von der Paulus spricht. Die Liebe drängt nach der Umarmung oder zumindest dem Handschlag. Die Besonnenheit lässt uns das freundliche Zunicken vorziehen – oder auch den Stups mit dem Ellenbogen als neue Form der Begrüßung.

Die Liebe zeigt uns aber ganz bestimmt den richtigen Weg. Die Liebe sagt: Rücksicht auf andere ist wichtiger als die eigene Gelassenheit.

Wenn wir jetzt unerwartet mehr Zeit haben durch abgesagte Veranstaltungen oder weil wir zuhause bleiben müssen, dann können wir sie nutzen für Besinnung, Gebet, Psalmenmeditation und Auftanken.

Wir denken an die Menschen, die gesundheitlich mit den Folgen des Virus kämpfen. Wir denken auch an die Menschen, die spürbar unter den wirtschaftlichen Konsequenzen des Virus zu leiden haben. Menschen haben Angst um ihren Arbeitsplatz. Geschäftsleute bangen um das wirtschaftliche Überleben.

Für sie alle und für uns selbst wollen wir beten: Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Als Christen leben wir nicht aus der Angst, sondern aus dem Vertrauen. Bei allem was jetzt an Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen ist, wissen wir„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Das ist die beste Voraussetzung, jetzt das Richtige zu tun, um Gefahren für die Zukunft zu vermeiden und gleichzeitig tief in der Seele zu spüren: Gott ist bei uns jeden Tag. Auf ihn vertrauen wir, egal, was kommt.

COVID-19

Aufgrund der derzeitigen Ausbreitung des Corona-Virus, COVID-19, haben wir vorerst bis Karfreitag alle Gottesdienste und sonstigen Zusammenkünfte abgesagt (Musikschule, Kantoreien, Klause, Tersteegen-Haus, Nachbarschaftswerkstatt). Wir folgen damit den staatlichen Handlungsempfehlungen sowie den Empfehlungen des evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf.

Besondere Zeiten erfordern aber auch besondere Mithilfe. Wenn Sie bereit sind z.B. für Senioren Einkäufe zu übernehmen oder mit Menschen Telefonkontakt zu halten, die nicht aus dem Haus kommen, melden Sie sich bitte bei uns per Mail oder telefonisch. Wir koordinieren dann die Hilfsangebote. Danke für Ihr freiwilliges Engagement!

Das Gemeindebüro

Das Gemeindebüro bleibt für den Publikumsverkehr geschlossen. Telefonisch und per E-Mail ist es weiterhin erreichbar – dienstags und donnerstags von 8:30 bis 12:30 Uhr.

0211/ 43 41 66 oder tersteegenkgm@evdus.de

Digitale Kirche
Damit das Gemeindeleben nicht völlig zum Erliegen kommt, beschreiten wir neue digitale Wege.
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Online-Gottesdienste am Sonntag
Wir werden den sonntäglichen Gottesdienst in unserer Kirche zum gewohnten Zeitpunkt, sonntags 10:30 Uhr, auf der Webseite als YouTube-Stream bereitstellen. Für den kommenden Sonntag am 22.03.2020, Lätare, unter der Leitung des Prädikanten Horst Gieseler, wird auch ein kleines Ensemble singen – lassen Sie sich überraschen.

Pfarrer Jürgen Hoffmann und Laura-Alina Blüming

Laura-Alina Blüming und Kantorin Yoerang Kim-Bachmann

Laura-Alina Blüming und Prädikant Horst Gieseler

                                          

Video-Gottesdienst Ev. Tersteegenkirche

Sonntag, 22.03.2020 Lätare, 10.30 Uhr

Liebe Gemeinde, ich begrüße Sie heute ganz herzlich zu unserem Video-Gottesdienst. Eigentlich wollten wir heute Kantatengottesdienst feiern. Er ist verschoben und wird nachgeholt. Aber auch alle anderen Gottesdienste sind bekanntlich abgesagt. Corona ist verantwortlich. Nun wird es heute ein Video-Gottesdienst. Lassen Sie sich mal überraschen. Ich weiß selber nicht, ob und wie es gelingen wird. Die Liturgie wird verkürzt sein, die Predigt wird im Mittelpunkt stehen. So hoffe ich, werde ich Worte finden, die uns in dieser besonderen Situation heute stärken werden“.  

Predigt:  zu 2. Korinther 1, 3 – 7

Herr, wir bitten Dich um der Liebe Christi willen: verleihe uns Deinen Heiligen Geist, dass wir Deine Wahrheit erkennen. Lass uns Dein Wort aufmerksam hören, es wohl verstehen und unser Leben danach führen. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen. 

Tröstende Worte des Apostel Paulus, liebe Gemeinde, wie wir sie eben im Korintherbrief gehört haben, Trost: Ja, es gibt Zeiten, da brauche ich Trost. Wenn ich am Ende bin, nicht mehr weiter weiß. Und sind wir in der derartigen, nie dagewesenen Pandemie nicht ratlos? 

Was denn bedeutet uns Trost? Oder wie sollten wir andere trösten? Das Wort “Trost”, liebe Gemeinde, kommt in dem kurzen Abschnitt aus dem 2. Korintherbrief gleich zehnmal vor. Dieses griechische Wort „parakalein“ wird gewöhnlich mit „trösten“ oder „ermahnen“ übersetzt, wörtlich: „entgegenrufen“. Am besten aufgehoben finde ich den Sinn in den Worten zusprechen, Zuspruch.

Und diese Aspekte, eben „trösten“ und „ermahnen“, sind nicht zu trennen, und beschreiben das, was heute „Seelsorge“ genannt wird. Zuspruch. Zusprechen. Immerhin, meistens haben wir wohl ein Gespür dafür, was falsche Vertröstungen sind. Wenn mir jemand nach einem schweren Verlust sagt: “Ist doch alles nicht so schlimm”, dann merke ich: Das stimmt nicht, der nimmt meinen Schmerz nicht ernst. Genauso wenn er sagt: “Das wird schon wieder”, oder: “Das haben wir doch alle schon einmal erlebt.” Das ist falscher Trost, wenn jemand die Tiefe der Not oder des Schmerzes übergeht oder weg redet. Erstaunlich, wie Paulus das sieht und Leid und Trost aufeinander bezieht: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben. 

Wir wissen, was falscher Trost ist, aber können kaum sagen, was wahrer Trost ist. Wie wahre Liebe sich nicht beweisen lässt, so hat auch der Trost einen Kern, über den wir nicht so einfach verfügen können. Das merke ich, wenn mir jemand sagt: “Vielen Dank, dass Sie da waren. Das hat mich sehr getröstet.” … und ich weiß gar nicht so recht, wie ich das gemacht habe. Mein Gegenüber aber hat Trost gefunden, über den ich nicht verfügen kann. Trost ereignet sich eben wie die Liebe. 

Und noch etwas kann man sagen: Zum Trost gehört immer ein Gegenüber. Ich kann mir selbst keinen Trost zusprechen. Meistens sind es Menschen, die uns Trost geben können. Das allein ist nachhaltig. Wer selbst nicht bei Trost ist, kann auch andere nicht trösten. Doch woher kommt mir Trost? Oder wie eigne ich mir diese Fähigkeit an, dieses Geben und Nehmen des Trostes? Paulus spricht hier vom “Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.”

So finden wir bei und in Gott den Ursprung allen Trostes, Trost ist eine Gabe Gottes. Wie Gott Liebe schenkt und Gnade, so schenkt er auch Trost“.

Online-Konfirmandenunterricht

Am 17.03.2020 traf sich die Konfirmandengruppe erstmals virtuell über Skype.
Das war erst einmal nicht ganz einfach, bis alle sich eingerichtet haben,
aber dann hat es doch viel Freude gemacht. Am Schluss haben wir miteinander
das Vaterunser gebetet und den Segen gesprochen.
Das war sehr stark
.

Nächste Woche Dienstag geht’s weiter. Konfi-Unterricht Foto Schulz-Hoffmann

Tersteegen-Klimafasten im Radio

     

Eine Woche Zeit für meine Energie
unter diesem Motto stand die zweite Woche unseres „Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit“ am 10. März.Gast an diesem Abend war auch das „Dom-Radio“.Den Beitrag können Sie hier hören.

Klimafasten ist in der Evangelischen Tersteegen-Kirchengemeinde in der Passionszeit das zentrale Thema. Jeder kann in seinem Alltag sein persönliches Ziel zum Klimaschutz verfolgen. Ob beim Müllsammeln am Rhein, in der Ortsgruppe “Omas for Future” oder im Gespräch mit Kindern über das Aussterben bestimmter Tierarten – alles dient der Schöpfungsbewahrung. 

Gesendet wird der Beitrag bei Antenne Düsseldorf am 22.März 2020

Oder hier klicken und hören

evdus
Klimafasten

Aktueller Stand der Seniorenarbeit

Die Corona Epidemie wirkt sich auch sehr stark auf die Seniorenarbeit unserer Kirchengemeinde aus. Seit Montag, 16.03.2020 ist unser Gemeindehaus geschlossen und sämtliche Veranstaltungen fallen aus. Das betrifft in dieser ersten Woche allein im Bereich der Seniorenarbeit 7 regelmäßige Veranstaltungen (Spiel-Café, Sturzprävention, Tanzen im Sitzen, Gedächtnistraining, Diskussionskreis, Frauenhilfe und Café Muckefuck). Im Durchschnitt nehmen wöchentlich insgesamt 75 Senior*innen an diesen Angeboten teil.

Dazu kommen noch die Gruppen des Netzwerkes Golzheim. In dieser Woche sind von der Schließung 5 Veranstaltungen betroffen.

Außerdem ist unser Mittagstisch, der seit Januar wieder im Tersteegenhaus stattfindet, zurzeit auch geschlossen; 8 Senior*innen haben dieses verlässliche Angebot in der letzten Zeit genutzt.

Um alle zu informieren, habe ich in dieser Woche schon viele Anrufe getätigt, mittlerweile sind es 85 Telefonate geworden. Dabei wurde deutlich, dass momentan alle gut versorgt sind, sowohl was das Einkaufen betrifft wie auch den zwischenmenschlichen Kontakt. Die eigene Familie, Freunde, Bekannte oder Nachbarn sind auf vorbildliche Weise aktiv.

Unsere aktuellen Angebote:

Wir wissen jedoch nicht, ob alle so gut behütet sind und darum halten wir unsere bisherigen Einkaufsfahrten, jeweils dienstags und mittwochs vormittags, aufrecht. Bei diesen Fahrten geht unser Fahrer/unsere Fahrerin für Sie einkaufen.

Außerdem bieten wir regelmäßige Telefonanrufe an, damit niemand in Isolation gerät.

Um diese Angebote zu nutzen, nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf, Volker Busch, Tel.: 434167

Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie gesund bleiben“.

An Geschäften in Stockum und Golzheim hängen unsere Hilfsangebote, wie am Gemüseladen in Stockum
Wir bieten Hilfe an – bitte abreißen

Pfarrer Jürgen Hoffmann auf Instagram „Tersteegengemeinde“

Eine kleine, nachdenkliche Geschichte

Pflastermalerei vor unserer Tersteegenkirche

Hoffnung – Frühlingsanfang

An der Kaiserswerther Straße

Texte und Fotos (soweit nicht anders angegeben): Hans Albrecht

Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter H. Albrecht, (Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf E-Mail hans.albrecht@evdus.de Unseren Tersteegen-Newsletter können Sie über www.tersteegenkirche.de abonnieren.