Online-Gottesdienste am Sonntag

Wir werden den sonntäglichen Gottesdienst in unserer Kirche zum gewohnten Zeitpunkt, sonntags 10:30 Uhr, auf der Webseite als YouTube-Stream bereitstellen

 

Osterbibeltage in Zeichen von Corona

Wir bringen die Osterbibeltage nach Hause

Liebe Familien in der Tersteegen Gemeinde,
liebe Eltern, Kinder und Jugendliche,

in der ersten Woche der Osterferien waren ursprünglich die Osterbibeltage geplant.Aufgrund der aktuellen Situation fallen diese leider aus. Dennoch haben wir uns überlegt, wie wir den Kindern ein bisschen die Osterbibeltage nach Hause bringen können.Wir möchten Ihren Kindern ermöglichen, die Geschichte zuhause zu verinnerlichen und ihnen ein wenig Ablenkung bieten.

Wie das funktionieren soll?!
Wir stellen Pakete mit verschiedenen Materialien zusammen zum Basteln, Lesen, Rätseln, die die Kinder eigenständig erledigen können – alles rund um die Ostergeschichte.Wir richten aber auch eine Video-Konferenz (mit Zoom) ein, bei der wir gemeinsam unter Anleitung von unserer Jugendleiterin, Frau Leistner, das Material durcharbeiten.

Wie kommt das Paket zu Ihnen?

  1. Gern bringen wir es Ihnen nach Hause. Auf Wunsch stellen wir es vor Ihre Tür.
  2. Oder: Sie holen es im Gemeindehaus ab. Am einfachsten nach telefonischer Absprache. Wir würden es Ihnen dann aus den Bürofenstern der Mitarbeiter herausreichen.Sagen Sie uns doch bitte Bescheid, ob Ihr Kind mitmachen möchte und teilen Sie dafür den Namen des Kindes/Jugendlichen und das Alter mit. Anmeldungen bitte unter jennifer.leistner@evdus.deMit freundlichen Grüßen aus der Tersteegen Gemeinde
    Pfarrer Jürgen Hoffmann und Jugendleiterin Jennifer Leistner

 

 Videogottesdienst am Sonntag, 5. April


                                                                                  Bass Rolf A. Scheider

Für die Begleitung  des Gottesdienstes sorgt auch an diesem Sonntag wieder unsere Kantorin Yoerang Kim-Bachmann. Sie wird aber in diesem und den nächsten Gottesdiensten musikalisch unterstützt. Den Anfang macht am Palmsonntag Rolf A. Scheider, Bassbariton. Scheider studierte Gesang an der Folkwang Hochschule in Essen und an der Musikhochschule Köln. Nachhaltig geprägt hat ihn die stimmbildnerische Arbeit mit Cornelius Reid, New York / USA und Carol Bagott-Forte / Canada.
Bei aller Spielfreude und Liebe zur Oper steht Rolf A. Scheider ebenso häufig auf dem Konzertpodium, wo er alle wichtigen Partien seines Fachs gesungen hat mit Schwerpunkten bei, Brahms, Dvorak, Mendelssohn, Verdi und nach wie vor Bach.

In der Tersteegen-Kirche hören wir zum Eingang „Der Herr ist mein Hirte“, und am Ausgang „Wende dich zu mir“ aus den biblischen Liedern von Antonin Dvorak´(1841-1904). Vor der Predigt hören wir aus der Johannespassion von Johann Sebastian Bach (1685-1750) „Betrachte meine Seele“.

Gottesdienst am Palmsonntag mit Pfarrer Jürgen Hoffmann


Gott „Der heutige Palmsonntag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem. Menschen feiern Jesus wie einen König, legen Kleidung vor ihm auf den Weg und schwenken Palmzweige zur Begrüßung – daher der Name des Sonntags.  Mit dem Palmsonntag öffnet sich die Tür zur Karwoche. Sie weist schon auf Gründonnerstag, Karfreitag und dann (am kommenden Sonntag) auf Ostern, zum Fest der Auferstehung hin.

Der Wochenspruch für diesen Sonntag und die kommende Karwoche lautet: Der Menschensohn muss erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

Nie zuvor ist die Passionszeit, sind Leiden und Sterben, aber auch die Hoffnung auf einen guten Ausgang so real nachvollziehbar, so intensiv mitfühlbar gewesen wie in diesem Jahr. Gnade sei mit uns und Friede von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Amen

Eine große Menschenmenge ist versammelt. Einen geeigneteren Ort und einen geeigneteren Zeitpunkt hätte sich Jesus nicht ausdenken können für seinen Einzug in Jerusalem. Jeder musste ihn irgendwie wahrnehmen. Die Kleider auf dem Weg, die Palmzweige in den Händen, die Lobgesänge auf den Lippen: Hosianna. Gelobt sei, der da kommt. Eine Begrüßung wie für einen König.  Und als I-Tüpfelchen: ein kleiner Esel, noch ein Fohlen, trägt diesen König. Jeder, der offene Augen und Ohren hatte verstand damals die Botschaft: Endlich kommt er, der König, den Gott längst durch den Propheten verheißen hatte. Jesus – Friedenskönig für die Welt.

In diesem Jahr bekommt diese Geschichte noch einmal einen ganz neuen Unterton. Sie wirkt geradezu surreal. In diesen Tagen ist keine große Menschenmenge versammelt. Überhaupt sind Menschen nicht versammelt. Wir sind höchstens zu zweit unterwegs oder als Familie. Sonst belebte Straßen sind menschenleer. Wo es sonst laut zugeht, ist es jetzt still. Wäre Jesus heute so unterwegs wie damals, er würde völlig unbeachtet seinen Weg gehen. Er hätte die Königsallee nahezu für sich allein.

Irgendwann würde der Ordnungsdienst kommen oder die Polizei und ihn lautlos aus dem Verkehr ziehen. Der Einzug Jesu in Jerusalem – er würde ausfallen wie die Fußball-Europameisterschaft oder die Olympischen Spiele.

Aber Jesus wäre nicht arbeitslos. Nein, gewiss nicht: er hätte alle Hände voll zu tun. Ich stelle mir vor, dass er jetzt gerade bei denen wäre – oder ich sollte besser sagen: ich glaube fest, dass er bei denen ist, die in ihrem Beruf für andere da sind, z.B. bei den Ärzten und Pflegerinnen, aber auch bei den Sterbenden und ihren Angehörigen.

Ich stelle mir vor, wie er heute Menschen ermutigt und ihnen Kraft und Trost schenkt, wie er heilt und von Gottes Liebe erzählt. Vielleicht würde er dazu das Internet nutzen – so wie wir das gerade lernen. Jesus im Homeoffice – wie merkwürdig das klingt. Aber weite Teile der Bevölkerung, selbst die großen Politikerinnen und Politiker dieser Welt haben sich Homeoffice verordnet. Wir übrigens auch – wie die meisten Pfarrerinnen und Pfarrer in dieser Zeit.

Wir entdecken, neben vielen anderen Dingen, neue Formen von Kommunikation. Wir machen uns Gedanken, wie wir zusammenhalten und in Verbindung bleiben können. So treffen wir uns mit den Konfirmanden in unserer Gemeinde – immer dienstags um 17.00 Uhr. Bei unserem letzten Treffen haben wir darüber gesprochen, was die gegenwärtige Krise mit uns macht. Konkret bedeutet es für die Konfirmandinnen und Konfirmanden: Die Konfirmation muss verschoben werden und wird nach den Sommerferien nachgeholt. Wir nutzen die Zeit und treffen uns im Internet. Wir bleiben in Verbindung, damit wir uns nicht ganz aus dem Blick verlieren.

Heute, in diesem Gottesdienst, sollen die Konfirmanden zu Wort kommen. Gleich werden Sie einige von ihnen sehen und hören mit kurzen Beiträge zu den unterschiedlichen Aspekten der gegenwärtigen Situation:

Was vermisse ich, worauf muss ich gerade verzichten? Was finde ich richtig schade und empfinde es als negativ? Wo spüre ich die Auswirkungen der Krise in meinem Leben?

Aber auch: Was wird mir gerade jetzt positiv bewusst? Wofür bin ich dankbar?
Was bedeutet mir Gemeinschaft? Welche Bedeutung bekommt mein Glaube an Gott?

Und schließlich: Wie kann ich diese Zeit sinnvoll nutzen? Dafür hatte unsere Jugendleiterin, Frau Leistner, eine ganz besondere Idee – die kommt ganz am Ende. (Sie näht Gesichtsmasken)
Ich wünsche Ihnen von Herzen, wo auch immer Sie gerade sind, Gottes Segen, seine Liebe, seinen Frieden. Amen“

Aufnahme Gottesdienst Palmsonntag mit Sicherheitsabstand


Gemeindearbeit gestaltet sich zurzeit ganz anders als sonst und wir sind sehr kreativ, gerade jetzt gute Lösungen zu finden, um als Gemeinde zusammen zu bleiben. Für jeden Sonntag und für den Karfreitag zeichnen wir Gottesdienste auf, die Sie über unsere Homepage erreichen. Wer Hilfe benötigt, kann sich gern an uns wenden – viele Ehrenamtliche sind zur Mithilfe bereit.

Lassen Sie uns in Verbindung bleiben, schreiben Sie uns, wenn Sie selbst eine Idee haben.

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Texte und Fotos (soweit nicht anders angegeben): Hans Albrecht

Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter H. Albrecht,  (Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf    E-Mail    hans.albrecht@evdus