Wie ich mir die Kirche eigentlich vorstelle:
Ein Ort, um Gott zu feiern, in Dankbarkeit und Freude (Harald Glöckler)

Gottesdienst am Pfingstsonntag mit Prädikant Horst Gieseler, Pfarrer Jürgen Hoffmann und Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann

Die Türen der Tersteegenkirche sind wieder weit offen

Pfarrer Jürgen Hoffmann

 

Pfingsten – hochgradig ansteckend

„Pfingstsonntag: unser erster Gottesdienst nach langer Zeit. Vor 11 Wochen, also vor fast drei Monaten, haben wir hier in der Tersteegenkirche den letzten Gottesdienst gefeiert.Wie passend, dass wir zum Pfingstfest wieder in unserer Kirche mit Gottesdiensten beginnen können. Pfingsten erinnert uns an den Anfang der Kirche. An den Geist, aus dem diese Kirche geboren ist. Und aus dem heraus sie immer wieder erneuert wird und bis heute lebendig ist.

Pfingsten lebt davon, dass Gottes Geist wirksam und lebendig ist – und vor allem hochgradig ansteckend. In dieser Zeit vermeiden wir uns anzustecken, uns zu infizieren. Niemand möchte mit Corona oder einer anderen ansteckenden Krankheit in Berührung kommen.

Pfingsten ist das genaue Gegenteil, die Einladung, sich entzünden, sich infizieren, sich anstecken zu lassen. Mit dem Heiligem Geist angesteckt zu werden, ist etwas zutiefst Berührendes, Liebevolles, Heilsames und Segensreiches.In diesem Gottesdienst und in allen noch kommenden erfahren wir: Noch ist nichts normal. Wir müssen Abstand zueinander halten. Wir können nur mit Mund-Nasenschutz den Gottesdienst feiern. Wir dürfen nicht singen. Die Krise hat uns verändert und die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen und miteinander kommunizieren.

Unsere Gottesdienste werden bei allen Einschränkungen inspirierend, herzlich und musikalisch auf hohem Niveau gestaltet sein.

Pfarrer Jürgen Hoffmann Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann

Glücklich die Kirche – Seligpreisungen für die Kirche (Text: Diethard Zils)
Glücklich die Kirche,
die nie aufhört zu fragen,
die nie aufhört zu suchen.

Glücklich die Kirche,
die sich selbst in Frage stellt,
die über sich selbst lächeln kann.

Glücklich die Kirche,
die Freiheit verbreitet aus ihrem Glauben,
die Freude ausstrahlt aus ihrem Leben.

Glücklich die Kirche,
die den Menschen neue Zuversicht schenkt,
die den Frieden und die Gerechtigkeit
in die Tat umsetzt.

Glücklich die Kirche,
die ein Ort der Menschlichkeit ist
in einer unmenschlichen Welt,
sie könnte selbst Modell sein für eine gute Zukunft.

Glücklich die Menschen dieser Kirche,
sie brauchen keine Angst zu haben,
von Gott und den Menschen verlassen zu sein.

 Pfingsten, das bedeutet auch: Gott beschenkt uns mit seinen Gaben. Jeder Mensch hat solche Gaben. Nicht nur besondere Fähigkeiten, sondern etwas, das Gott uns anvertraut, damit wir es für ihn, für unsere Mitmenschen, für die Gemeinde einsetzen.

Wenn wir Gottes Geist in unser Leben hineinlassen, dann füllt uns Gottes Liebe aus. Sie wirkt in unser Leben hinein. Sie trägt Früchte. Der Apostel Paulus spricht von den Früchten des Heiligen Geistes: Liebe, Geduld, Treue, Besonnenheit, Friede, Güte, Freundlichkeit. Gottes Geist in unserem Leben lässt uns erfahren und spüren, dass unser Leben gesegnet ist.

Ohne Pfingsten, ohne die Ausgießung des Heiligen Geistes, wüssten wir nichts von Karfreitag und Ostern, würden wir kein Weihnachten feiern, gäbe es keine Gemeinde, keine Kirche. Darum liebe ich Pfingsten.

Kantorin Yoerang Kim-Bachmann                                                                                         Sopranistin Paulina Schulenburg

Aufgrund der Hygiene-Richtlinien dürfen wir leider in der Kirche auch mit Maske noch nicht singen.
Diese Aufgabe übernahm an den drei Pfingstgottesdiensten die Mezzosopranistin Paulina Schulenburg. Sie ist uns noch in guter Erinnerung vom Online-Gottesdienst an Karfreitag. Dort begeisterte sie mit Arien aus der Matthäus-  und der Johannespassion von Johann Sebastian Bach. Begleitet wurde Paulina Schulenburg wieder von unserer Kantorin Yoerang Kim-Bachmann.

Die persische Gemeinde feierte mit uns Pfingsten

Priska Lahijany bei ihrer Lesung in Farsi

 

Um die persische Gemeinde in unserer  Tersteegen-Kirche ist es in letzter Zeit leider etwas still geworden. Umso schöner, dass wir am Pfingstmontag gemeinsam einen Gottesdienst  miteinander feiern konnten. Und passender hätte es nicht sein können: Die Lesung Galaterbrief 5, 13-25 und das Glaubensbekenntnis in Farsi – gesprochen von Priska Lahijany,

Predigerin der persischen Gemeinde. Wir freuen uns auf einen weiteren gemeinsamen Gottesdienst.

 

 

 

Gottesdienst am Sonntag, 7. Juni, um 10.30 Uhr

Feiern wir gemeinsam mit Pfarrer Jürgen Hoffmann an Trinitatis den Gottesdienst in unserer Tersteegen-Kirche.

Wir bitten auf Grund der Hygiene-Richtlinien um Voranmeldung entweder in unserem Gemeindebüro, bei Herrn Volker Busch oder über unsere Homepage (Kontaktformular).

 

   Monatsspruch Juni 2020

Gegen Rassismus in allen Ländern

Am 3. Mai konnten wir Pfarrerin Miriam Groß von der St. Pauls Kirche in New York  mit einer Grußbotschaft hören. Sie ist nicht nur Pfarrerin der Ev. Deutschsprachigen Christlichen Gemeinde, sondern auch Polizeiseelsorgerin in New York.

Miriam Groß, Pfarrerin der deutschsprachigen evangelisch-lutherischen Gemeinde in New York, Bild BR

Hier können sie Miriam Groß im Gespräch mit ARD Report über die Lage in Amerika sehen und hören:
https://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/proteste-usa-polizeigewalt-interviiew-pfarrerin-100.html

Texte und Fotos (soweit nicht anders angegeben): Hans Albrecht
Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter H. Albrecht,  (Vors. Öffentlichkeits- ausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf    E-Mail    hans.albrecht@evdus.de