Gott spricht: Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.

Eingang zum Gemeindehaus

Jeremia 29, 11

Wir sind wieder (fast) offen

Es ist fast wie im Advent. Mit jedem Tag öffnet sich ein neues Törchen. Ab Montag gibt es überaschend neue Lockerungen durch die NRW Landesregierung.

Nach Öffnung der Kirche darf unsere Ev. Tersteegen-Gemeinde  wieder zu den ersten Veranstaltungen im Gemeindehaus einladen. Das Ganze natürlich unter den Corona-Hygienerichtlinien und mit vorerst maximal 10 Personen. Beginnen werden wir ab der nächsten Woche mit Kursen und Veranstaltungen für unsere Senioren. Volker Busch wird sich mit unseren Senioren in Verbindung setzen und sie über unsere ersten Präsenz-Angebote informieren.

Gottesdienst am Sonntag, 14. Juni, um 10.30 Uhr mit Prädikant Horst Gieseler

Sonntags-Gottesdienst mit „ganz kleiner Kantorei

„Liebe Gemeinde,

der heutige Predigttext aus der Apostelgeschichte 4, 32- 37 klingt in unsere visionsarme Gegenwart hinein. Dies greift die Predigt auf. Große utopische Entwürfe, insbesondere solche von Besitz und Eigentum und dem Umgang damit, haben es heute schwer. Die Utopien der Vergangenheit, auch wenn sie schon gelebt wurden, gelten als nicht praktikabel. Die Predigt heute versucht den biblischen Bericht von einer historisch gelebten Utopie für einen Besuch bei einer alten Liebe zu nutzen: Sehnsucht und Heimweh nach der Zukunft.

Wer Jesus da nachfolgen will, soll sich zum Unbequemen locken lassen. Wir hören heute davon und stellen uns unter den Wochenspruch (Lk 10,16a), in dem Jesus zu seinen Jüngern sagt:

Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich.

Das ist ein hoher Anspruch an uns. Achten wir bitte alle darauf, dass wir der Auszeichnung Gottes würdig bleiben.

Wir hören als Lesung den heutigen Predigttext. Er steht in der Apostelgeschichte 4, 32-37:

(32) Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam. (33) Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen. (34) Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wer von ihnen Land oder Häuser hatte, verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte (35) und legte es den Aposteln zu Füßen; und man gab einem jeden, was er nötig hatte. (36) Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde – das heißt übersetzt: Sohn des Trostes –, ein Levit, aus Zypern gebürtig, (37) der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

Wo Leute ihren Besitz teilen, erschrecken wir sofort, liebe Geschwister. War das etwa auch eine Utopie, die wir gerade gehört haben? Aber wir waren  in der Vergangenheit.

Utopien wollen doch die Zukunft beschreiben. Oder das Reich Gottes, dereinst mal.

Und jetzt, liebe Gemeinde: Ein Bericht von der gemeinschaftlichen Nutzung von Eigentum – naja. Haben wir nicht im letzten Jahr viel davon gehört? Kollektivierung von BMW, Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen nach Artikel 15 Grundgesetz. 30 Jahre nach dem Ende des real existierenden Sozialismus. Klingt für viele abgestanden.

Aber noch abgestandener wären dann auch die Bibelworte. Vor 2.000 Jahren haben Christen und Christinnen versucht, anders mit ihrem Eigentum umzugehen, als wir es tun. Dann wurde der Versuch durch die Geschichte zerrieben. Sollten wir heute also lieber ohne Utopien leben? Gibt es überhaupt noch welche? Mit Gütergerechtigkeit auch noch?

Könnte ja sein, dass sich bei uns ein bisschen Unbeholfenheit eingestellt hat. Die meisten Utopien kreisen nämlich um das gleiche Thema: Die Begrenzung oder gar Abschaffung des privaten Eigentums. Das kann auch gar nicht anders sein. Denn die Art und Weise, wie die Leute mit ihrem Eigentum umgehen, man denke nur an die steigenden Mietpreise, zählt bis heute zu den Grundübeln der Zivilisation. Wer einen utopischen Entwurf wagt, kommt an dieser Frage nicht vorbei. Auch unser Grundgesetz sagt: Eigentum verpflichtet. Manche meinen, dieser Satz sei in der Eile nicht zu Ende geschrieben worden und solle heißen: Eigentum verpflichtet – zu gar nichts. Das erfahren wir ja täglich. Und weil wir selbst immer besitzender geworden sind in den letzten Jahrzehnten, deshalb drucksen wir herum und fühlen uns nicht wohl mit so einer gelebten Utopie. Selbst wenn sie in der Bibel steht. Vielleicht auch, weil wir es geschafft haben, unter tausend Abwägungen so ziemlich jedes Bibelwort zu relativieren, das unseren Wohlstand in Frage stellt.“

Kantorin Yoerang Kim-Bachmann und Jose Real-Cintero

Kantorin Yoerang Kim-Bachmann und Jose Real-Cintero

Auch in diesem Gottesdienst am 1. Sonntag nach Trinitatis dürfen wir leider noch nicht mitsingen. Für die musilkalische Begleitung sorgen neben unser Kantorin Yoerang Kim-Bachmann Jose Real-Cintero mit seiner Trompete und Mitglieder der Tersteegen-Kantorei.

Eine Anmeldung zu unseren Gottesdiensten ist nicht mehr zwingend nötig. Sie können sich natürlich auch weiter im Pfarrbüro bzw. bei Herrn Busch anmelden.

 

 

 

Tersteegenmusikschule e.V. ist gegründet

Vorstandsmitglieder: Claudius Bachmann Simone Haußmann-Post Mirko Blüming

Corona hatte auch der Tersteegenmusikschule einen Strich durch die Rechnung gemacht. Erst am letzen Mittwoch konnten das Pfarrerehepaar Felicitas Schulz-Hoffmann und Jürgen Hoffmann, die Presbyter*in Hans Albrecht, Claudius Bachmann, Mirko Blüming, Horst Gieseler, Christina Wyes, Kantorin Yoerang Kim,-Bachmann und Simone Haußmann-Post aus Gründungsmitlieder auf der Gründungsversammlung den Verein aus der Taufe heben.

Mit Claudius Bachmann, Mirko Blüming und Simone Haußmann-Post wurde auch direkt der erste Vorstand gewählt.

Wir hoffen, das die Tersteegenmusikschule e.V. bald ins Vereinsregister eingetragen wird.

Anmeldungen können ab sofort über die Webseite Musikschule vorgenommen werden.

Die offizelle Eröffnung hoffen wir nach Corona im Herbst mit einem großen Fest feiern zu können.

„Der Tersteegen-Bote“ Wir sind nicht nur Online unterwegs

 Nicht alle unserer Gemeindemitglieder und viele Menschen in unserem Stadtteil sind oder können  Online sein. Für sie hat unser Senioren-Referent Volker Busch nach verschiedenen Telefonangeboten jetzt auch den „Tersteegen-Boten“ ins Leben gerufen. Er wird an alle uns bekannten Senioren*innen verteilt. Sollten sie noch keinen bekommen habe, melden sie sich bei Herrn Volker Busch.

 

 

 

 

 

 

Wir möchten Sie noch auf einen Video-Gottesdienst unserer ev. reformierten Schwestergemeinde in Dornach in der Schweiz aufmerksam machen. Die Prädigt von Pfarrer Haiko Behrens können Sie auf YouTube sehen:


Texte und Fotos (soweit nicht anders angegeben): Hans Albrecht

Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter H. Albrecht,  (Vors. Öffentlichkeits- ausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf    E-Mail    hans.albrecht@evdus.de