Sonntag, 18. Oktober, um 10.30 Uhr
mit Pfarrer Jürgen Hoffmann

 

„Heilst Du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.“ (Jeremia 17, 14)

Der Wochenspruch für die kommende Woche deutet ein großes, zu jeder Zeit aktuelles Thema an: Heil und Heilung, Kranksein und Gesundwerden.
„Gesund sein ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“, sagen wir. Darum wird es auch im Gottesdienst am 18. Oktober gehen.
Und: ist heil sein noch etwas anderes als gesund sein? Was macht mich heil? Was hilft mir, gesund zu werden oder zu bleiben? Wir beobachten, dass im Blick auf die Gesundheit der Fokus vor allem darauf liegt, seinen Körper fit zu halten. Aber was tun wir für unsere geistliche Gesundheit? Zu einem gesunden Lebensstil gehört auch eine spirituelle Seite. Nicht nur ein gesunder Körper, auch eine gesunde, heile Seele ist wesentlich für unser Leben. Dabei wissen wir längst, dass Innen und Außen, Leib und Seele eine Einheit bilden. Und: Wer in seinem Glauben verwurzelt ist, tut auch etwas Gutes für seine Gesundheit.

Im Jakobusbrief findet sich eine ganz spannende Anweisung für die christlichen Gemeinden und besonders für ihre Leiter im Umgang mit den Kranken: „Wenn jemand von euch krank ist, soll er die Gemeindeleiter zu sich rufen, damit sie für ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.“  (Jakobusbrief Kap. 5, 14). Gesundbeten, Salben, Handauflegen – das soll helfen? Das klingt doch sehr fremd für uns. Wir haben schließlich eine hochentwickelte Medizin und die besten denkbaren Therapiemöglichkeiten. In den frühen christlichen Gemeinden war das anders und das Handauflegen war eine gängige Praxis. Jesus hat auf diese Weise Menschen geheilt und die christlichen Gemeinden taten es ihm nach. Wer krank war, ging in den Gottesdienst. Hier wurde für ihn gebetet und ihm die Hände aufgelegt.
Ich muss an die Begegnung mit afrikanischen Christen denken, die genau dies erzählen. „Heilungen geschehen immer, in jedem Gottesdienst“, sagt ein Pfarrer aus Uganda, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Dass sich das Christentum in China rasant ausbreitet, hat auch damit zu tun, dass hier in den Gottesdiensten immer wieder Heilungen geschehen. Was mich dabei berührt, ist eben diese Selbstverständlichkeit, mit der dies geschieht – und eben in einem Kontext, der weit entfernt ist von einer entwickelten Medizin.

 

Heil werden, gesund werden – und dafür in den Gottesdienst gehen?

Warum eigentlich nicht? Ist das so abwegig? Der Gottesdienst am kommenden Sonntag steht unter genau diesem Thema und nimmt damit diesen ganzem auch für uns so aktuellen Komplex von Heil und Heilung mit all seinen tiefer liegenden Ursachen in den Blick. Segnen, Handauflegen und mit Kranken beten – viele Gemeinden haben mittlerweile diese alte christliche Praxis wiederentdeckt – auch in unserer Tersteegen Gemeinde. Unter anderen Umständen würden wir die Gottesdienstbesucher an diesem Sonntag einladen, für sich beten und/ oder sich segnen zu lassen, oder – in einem etwas anderen Rahmen – für sich die Hände auflegen zu lassen. Corona bedingt ist das wegen der großen Nähe nicht möglich. Dennoch: das Gebet um Heil und Heilung wird im Zentrum des Gottesdienstes stehen.
Alles Gute für die neue Woche und: Bleiben Sie gesund!“

Ihr Pfarrer Jürgen Hoffmann

Wir machen  Herbstpause!

Von Montag, 19. bis Freitag, 23. Oktober, finden keine Veranstaltungen statt.

 

 

 

Unsere Termine

 Sonntag, 25. Oktober

10.30 Uhr    Gottesdienst mit Pfarrerin Keuer
17.00 Uhr    Tersteegenmusik, Konzert Sinfonietta VivazzA „Eroica Revisted”
Voranmeldung erforderlich

 

TersteegenMusiken

Sonntag, 25. Oktober, um 17.00 Uhr
„Eroica Revisted“7

Das Kammerensemble VivazzA Foto: Nada Malés

Zu Gast in unserer Ev. Tersteegenkirche     

das Kammerorchester VivazzA

„Eroica,Revisted (Eroica Reflektiert) heißt das Programm zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (geb. 16. Dezember 1770 in Bonn, gestorben am 26. März 1827 in Wien).

Das Kammerensemble VivazzA besteht aus international auftretenden Musikern, die in renommierten Hochschulen auf der ganzen Welt (Musikhochschulen in Düsseldorf, Essen, Köln, Hochschule der Künste Bern, DePaul University of Chicago, University of Minnesota, Manhattan School of Music, Conservatoire National de Toulon, u.a.) ausgebildet wurden und vielseitige Konzerterfahrungen mitbringen.

Das Ensemble, bestehend aus Streichern, Bläsern und Harfenisten, spielt Beethovens Symphonie Nr. 3, die Eroica, sowie das Nonett in a-Moll op. 77 von Georg Onslow und „Beautiful Death“ des zeitgenössischen afro-amerikanischen Komponisten Evan Williams.Williams Werk ist vom Suizid Evelyn McHales im Jahr 1947 inspiriert. Sie sprang vom Empire State Building in New York und ist weltweit bekannt durch ein Foto ihres leblosen Körpers, dass im amerikanischen Magazin „Life“ präsentiert wurde unter dem Titel „The most beautiful Suicide“ (der schönste Suizid).

Sitzplatz Reservierung sowie Livestream Reservierung unter info@vivazza.com.  Oktober 2020, 17:00 Uhr. Programm: “Eroica Revisited” Tersteegenkirche Tersteegenplatz 1 40474 Düsseldorf Eintritt frei/Spende wird erbeten.

 Rückblick

 

Oskar Gottlieb Blaar:
„Grüße an Kommilitonen und Brüder im Geiste“ II

Die Mitwirkenden Künstler             Oskar Gottlieb Blaar (in der Mitte des Bildes)

Ein sachkundiges Publikum hatte sich am letztem Sonntag in der Tersteegenkirche zu den TersteegenMusiken eingefunden. Die knapp über 50 Zuschauer erlebten ein abwechslungsreiches, manchmal ungewöhnliches Konzert mit exzellenten Künstlern.

Oskar Gottlieb Blaar (geb. 1934 in Sandlack, Ostpreußen) führte nicht nur mit verbindenden Worten durch das Programm, sondern brillierte auch an der Orgel in „Pneumoludium für ein mechanisches Orgelwerk“ 1971/75 von Wilfried Michel (1938-1997). Michel war zuletzt Professor für Musiktheorie, Komposition und Improvisation an der staatl. Musikhochschule Köln.

Im Bild Oskar Gottlieb Blaar mit Dorothee Matthes, Cello, bei seiner „Kleine Suite auf masurische Volkslieder“ für Cello und Klavier, 2019.

 

 

Frank Timpe, Bass-Saxofon:

„Dressing old words new“ for bass-saxofone and tape, 194/95. Nach dem 76. Sonett von William Shakespeare von Christian Banasik (geb. 1963).

Basnasik ist deutscher Komponist polnischer Abstammung mit dem Schwerpunkt Elektroakustische Musik. Er lernte Klavier und experimentierte schon früh mit einem Moog-Synthesizer.

 

Das Programm eröffneten Christoph Hilger und Holger Busboom, Klarinetten, begleitet von Yukido Fujieda, Klavier mit „Studie 1962“ von Gunter Lege (geb. 1935). Lege war Dozent an der damaligen Kirchenmusikschule Hannover; seit Jahrzehnten gibt er Workshops an den Schulen Hannovers, mit seinem „Schrott“-Instrumentarium oder eigenen Stücken. 1988 war er Mitinitiator und Gründer der javanischen Gamelangruppe Babar Layar. Eine wachsende Aufmerksamkeit erfährt sein Werk in den letzten Jahren in Form von Produktionen und Kompositionsaufträgen, u.a. von der Slagwerkgroep Den Haag, NDR 3, hgnm, ZKM Karlsruhe und Ensemble ascolta Stuttgart.

 

 

Gemeindebrief, Grafik: Plaßmann

 

 

Texte und Fotos (soweit nicht anders angegeben): Hans Albrecht
Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter Hans Albrecht
(Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf,
E-Mail     hans.albrecht@evdus.de