Live Stream aus unserer Tersteegen-Kirche

Die Tersteegen-Schola am 17. Januar

 
Am Sonntag, 24. Januar um 10.30 Uhr

www.tersteegenkirche.de

oder

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Gottesdienst mit

Pfarrer Axel Weber (ev. Gemeinde Unterrath und Lichtenbroich)

Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann (ev. Tersteegen-Gemeinde)

und

Menschen aus unserer Gemeinde

Im Gottesdienst am 24.01.  geht es um fremd sein und Integration, um Lebensbrüche und Neuanfänge.

Zwei ganz unterschiedliche Themen, die aber durch eine Erzählung aus der Bibel ganz plastisch werden. Die Geschichte ist schnell erzählt: Eine Frau zieht mit ihrem Mann ins Ausland, weg von Israel, in die Fremde, nach Moab, aus wirtschaftlicher Not. Sie bekommen zwei Söhne, die werden erwachsen, heiraten im Ausland zwei moabitische Frauen. Dann passiert das Unfassbare, der Mann stirbt und dann auch noch beide erwachsenen Söhne. Nun ist die verwitwete Frau, Noomi ist ihr Name, allein mit ihren beiden ausländischen Schwiegertöchtern. So hatte sie sich das nicht vorgestellt, als sie mit ihrem Mann aufbrach, um in Moab ein neues Leben anzufangen. Was nun?
Jetzt hält sie nichts mehr in der Fremde.
Sie zieht es zurück in ihre Heimat, nach Israel und an der Grenze fordert sie ihre beiden Schwiegertöchter auf, wieder in ihre Heimat Moab zurückzukehren. Die ältere Schwiegertochter tut dies, die jüngere, Ruth, bleibt bei ihrer Schwiegermutter Noomi mit dem Satz, den viele bis heute als Trauspruch wählen: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“ Ruth wird später die Großmutter des Königs David sein. Selbst der König von Israel hat also ausländische Vorfahren!
Diesen ersten Aspekt des Buches Ruth stellt Pfarrer Axel Weber aus Unterrath-Lichtenbroich  besonders heraus.
Das Buch Ruth hat aber noch ein weiteres Thema, dass Menschen aller Nationalitäten und Religionen betrifft. Mit diesem Thema befasst sich Pfarrerin Felicitas Schulz-Hofmann: Was macht Gott aus den Scherben meines Lebens? Kann Gott daraus noch etwas Gutes machen? Manch einer sieht nur das Zerbrochene in seinem Leben.

Doch Gott kann auch aus einer schlimmen Lebenssituation mit Verlust und Tod am Ende etwas Gutes machen.

Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmnan interviewt zwei Menschen, die schon Brüche in ihrem Leben erfahren haben und fragt sie, wie sie damit umgehen und was ihnen dabei geholfen hat.

Sie vergleicht die Lebensbrüche mit einer zerbrochenen Schale, die mit der japanischne Technik kintsugi bearbeitet wird.

Foto Archiv

Diese macht aus einem zerbrochenem Gefäß in vielen Arbeitsschritten ein neues. Die Risse und Bruchstellen werden nicht unsichtbar, sondern im Gegenteil besonders hervorgehoben und am Ende sogar vergoldet.
Kann das ein Bild für unser Leben sein?
Für sie ist das ein tröstliches Bild: Das Zusammengesetzte, das Verletzte und wieder verheilte, das Zerbrochene, das erst ergibt das Ganze. Und so will Gott mit unserem Leben umgehen:

Er heilt die Wunden, das Zerbrochene, das Kaputte und fügt es wunderbar zusammen.

Gott kann aus unseren Brüchen noch etwas Besonderes machen. Er setzt zusammen, was wir vielleicht nur als Scherben sehen. Er macht daraus etwas Wertvolles.
So schaut Gott auf unser Leben und am Ende, ganz am Ende, ist es gut. 

Foto GEP 2021/1

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

„Das Leben jüdischer Menschen ist viel mehr als die Shoa“

Düsseldorf (evdus). Jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen, das ist Ziel des Festjahres 2021 unter dem Titel „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Der eigens gegründete Verein „2021JLID-Jüdisches Leben in Deutschland“ bündelt alle bundesweiten, kulturellen Aktionen und Veranstaltungen dazu auf seiner Homepage 2021jlid.de.
Seit 1700 Jahren leben Jüdinnen und Juden nachweislich auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Das Datum 321 bezieht sich auf eine Erwähnung der Kölner jüdischen Gemeinde in einem Edikt des römischen Kaisers Konstantin, in dem Jüdinnen und Juden im Jahre 321 zum ersten Mal bestimmte Rechte in der Stadt Köln eingeräumt wurden.
Geschwisterlichkeit fördern zwischen Juden und Christen
„Die Wahrnehmung jüdischen Lebens läuft leider bei vielen Menschen über die Shoa, den Holocaust und die damit verbundenen Opfer. Das heißt: Viele kennen die ganz normale Lebenswirklichkeit heutiger Jüdinnen und Juden nicht, sondern nur tote Juden“, sagt Andrea Sonnen, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf (CJZ).
Darum freut sie sich über die öffentliche Aufmerksamkeit dieses Festjahres, das die Geschichte und die ganze Bandbreite jüdischen Lebens abbilden wird: „Denn das Leben jüdischer Menschen ist viel mehr als die Shoa und die Verfolgung.“ Seit 1992 arbeitet Sonnen in der CJZ Düsseldorf mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm daran, ein geschwisterliches Verhältnis zwischen Christen und Juden zu schaffen, Vorurteile zu beseitigen und für die Beschäftigung mit jüdischer Religion, Kultur und Geschichte zu werben.“

Mehr als 7000 Mitglieder zählt die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf. Hinzu kommt eine nicht statistisch erfasste Zahl Menschen jüdischer Herkunft, die nicht Mitglieder in der Gemeinde sind. Sie alle sind seit Kriegsende nach Düsseldorf gekommen, haben hier ihre neue Heimat gefunden.

Informationen zur Gesellschaft für christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf (CJZ)  gibt es unter www.cjz-duesseldorf.de, und telefonisch unter 0211. 957 57 792.

Grafik Plaßmann   GEP

 

Texte und Fotos (soweit nicht anders angegeben): Hans Albrecht
Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter Hans Albrecht
(Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf,
E-Mail     hans.albrecht@evdus.de