Live Stream aus unserer Tersteegen-Kirche
Die Bibel


Unsere Bibel in der Tersteegen-Kapelle

Am Sonntag, 31. Januar um 10.30 Uhr

www.tersteegenkirche.de

oder

auf YouTube

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oder später als Aufzeichnung

Ökumenischer Bibelsonntag am 31. Januar 2021

Unsere Chagall Bibel  „Die weiße Kreuzigung, 1938

„Seit Anfang der 80 er Jahre begehen evangelische, katholische und orthodoxe Christen den letzten Sonntag im Januar als „Bibelsonntag“. So die Wichtigkeit des Wortes Gottes in Kirche und Gesellschaft zum Ausdruck.

In diesem Jahr steht der Bibelsonntag unter dem Bibelwort: „Das Reich Gottes ist mitten unter uns.“ (Lukas 17, 21) Diese Welt ist nicht oder noch nicht das Reich Gottes. Immer, wenn Jesus vom Reich Gottes spricht, gebraucht Jesus dafür Bilder, die sagen: Das Reich Gottes kommt. Es beginnt klein. Es ist noch verborgen. Aber es ist ein großer Schatz.

Etwas Kostbares. Und es findet seinen Weg in dieser Welt und bei den Menschen. Immer dort, wo Menschen Gottes Gegenwart erfahren, ist es da.

Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann, Pfarrer Jürgen Hoffmann und Pfarrer Axel Weber aus der Kirchengemeinde Unterrath werden den Gottesdienst zum Bibelsonntag sehr persönlich gestalten, mit ihren eigenen Zugängen zur Bibel und mit „Lieblingstexten“. Sie erzählen davon, wie die „Heilige Schrift“ , das „Buch der Bücher“, sie geprägt und ihr Leben bestimmt hat.
Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet von unserer Kantorin Yoerang Kim-Bachmann, dem Gitarristen und Sänger Kyung-Il Han.

Sie können den Gottesdienst auf YouTube am Sonntag um 10.30 Uhr live mitfeiern oder ebenfalls auf YouTube später ansehen.

Haben Sie selber ein Bibelwort, das Ihnen wichtig ist oder eine Geschichte, die Sie besonders mögen? Haben Sie eine alte Familienbibel? Schreiben Sie uns doch Ihre persönliche Bibelgeschichte.“

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Jürgen Hoffmann

Eine Bibel für das 21. Jahrhundert

Das Wort Gottes in Rot oder violett

Die Bibel

 Fast 3.000 Jahre alt ist das alte Testament und fast 2.000 Jahre das Neue Testament. Ins Deutsche übersetzt von Martin Luther, der mit seiner Bibelübersetzung eine einheitliche deutsche Sprache schuf.

Nach 17 Jahren hat jetzt das 40-köpfige Übersetzerteam die Heilige Schrift für das elektronische Zeitalter übersetzt und sich dennoch eng an den Urfassungen orientiert.

In der vorigen Woche ist jetzt die BasisBibel   mit komplettem Alten und Neuen Testament erschienen. Die Übersetzung wendet sich an Menschen, denen die klassische Bibelsprache nicht vertraut ist. Sie setzt auf klare und kurze Sätze und crossmediale Vernetzung.

Es könnte so einfach sein:
Alle sprechen die gleiche Sprache und die ist allen seit der Kindheit vertraut. Doch Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler gehen von rund 7.000 Sprachen weltweit aus. Damit man die Bibel in unserem Fall auf Deutsch lesen kann, muss sie zunächst einmal aus dem Hebräischen, Aramäischen und Griechischen übersetzt werden. Klingt eigentlich gar nicht so schwer, doch dabei sind einige Dinge zu beachten, und die Prinzipien einer Übersetzung können je nach Art der Übersetzung recht unterschiedlich sein.

Neue Anforderungen durch geändertes Medienverhalten.
“Am Anfang des BasisBibel-Projekts standen Aussagen aus der Jugendarbeit und aus den Schulen: „Jugendliche können den klassischen Übersetzungen nicht folgen. Ihre Sprache ist anders und auch ihr Medienverhalten ist neu. Die traditionelle Bibelsprache ist ihnen unbekannt und das Leseverhalten der neuen Generation ist durch schnelle Informationsaufnahme im Internet geprägt.“

Die BasisBibel ist die erste Bibelübersetzung überhaupt, die gleichermaßen für das Lesen im Buch wie am Bildschirm konzipiert ist. Drei Merkmale kennzeichnen die Übersetzung: die Nähe zum biblischen Urtext, die lesefreundliche Sprachstruktur und die crossmediale Vernetzung. Die Urtextnähe wird auch dadurch ermöglicht, dass die BasisBibel erklärungsbedürftige Begriffe wie bei Internetlinks farbig hervorhebt und in der Randspalte erläutert. Die Sätze der BasisBibel umfassen in der Regel nicht mehr als 16 Wörter und enthalten nur einen Nebensatz.

Fremde Welt der Bibel
Die BasisBibel verzichtet auf Modernismen und Fremdwörter, ohne umgangssprachlich zu werden. Der Text soll beim Lesen auch ohne Vorkenntnisse ein richtiges Verständnis ermöglichen. Biblische Kernbegriffe werden erläutert und immer wieder gleich übersetzt. Im Internet ist zudem nicht nur der komplette Text online verfügbar, sondern auch eine Fülle an zusätzlichen Informationen. Die biblische Welt ist Menschen heute oftmals sehr fremd. Das Buch der Richter handelt zum Beispiel von Geschichten in einer Zeit, in der Israel noch kein Staat war und keinen König hatte. Da geht es etwa um Helden wie Simson. Seine Kräfte schwinden, wenn ihm die Haare geschnitten werden. Die Geschichten handeln von Mord, Vergewaltigung und Frauenraub.

 

 

Text/Beispiel. Ekir und Bibelgesellschaft

Die neuen Basisbibeln sind in Kürze bei uns im Gemeinde-büro erhältlich.

 

 

 

 

 „Aber ohne Rut, ohne die Ausländerin, wäre der Heiland nicht geboren worden.“

 

Die Predigt von Pfarrer Axel Weber im Gottesdienst am 24. Januar

„Liebe Brüder und Schwestern!

Der Predigttext führt uns tief in die Hebräische Bibel hinein, ins Alte Testament. Zwischen der Wüstenwanderung des Volkes Israel und der Königszeit war die Zeit der Richter. Das waren charismatische Anführer, die das Volk jeweils durch eine bestimmte Gefahr steuerten – und dann wieder verschwanden. Während dieser Richterzeit war eine große Hungersnot.

Die Israelitische Familie Elimelech weiß nicht mehr ein noch aus und entscheidet sich zur Flucht. Wirtschaftsflüchtlinge würde man heute sagen. Sie sahen – wegen der Hungersnot – keine Lebensmöglichkeiten in Israel mehr und suchten nun ihr Glück im Nachbarland Moab.

Die Integration gelingt. Beide Söhne heiraten Moabiterinnen. Wir hören nichts von Sprüchen wie „Die Ausländer nehmen uns die Frauen weg!“ Es scheint, als ob ein gutes, neues Leben vor der Familie läge.

In zwei Halbsätzen vollzieht sich dann aber die Katastrophe: alle drei Männer sterben, drei Witwen bleiben zurück – und müssen nun ihr Leben neu organisieren.

Mutter Noomi entschließt sich zur Rückkehr in die alte Heimat. Schwiegertochter Orpa folgt dem Rat Noomis und kehrt an der Grenze um. Verständlich. Sie ist Moabiterin und erwartet sich vielleicht mehr Zukunft in Moab. Rut, die zweite Schwiegertochter, will aber bei der Schwiegermutter bleiben und spricht nun jenen Satz aus, den viele Brautpaare so gerne wählen und dann ganz enttäuscht sind, dass nicht Mann zu Frau und Frau zu Mann so redet, sondern ausgerechnet Schwiegertochter zu Schwiegermutter: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“

Hier endet der Predigttext. Ein echter Cliffhanger. Es geht – Gottseidank – gut aus! Rut findet in Israel einen Mann, Boas mit Namen. Sie und ihre Schwiegermutter Noomi sind fortan versorgt.

Dieser Text ist zum ersten Mal zu predigen. Er ist neu in die Predigtreihen gekommen. Vielleicht hat man ihn bislang gemieden, weil Johann Wolfgang von Goethe, der Dichterfürst, ihn weiland verkitscht hat zu einer „boy-meets-girl-story“.
Mir ist der Text wichtig, weil er im Grunde genommen ein letzter Abglanz des Weihnachtsfestes ist, weil er auf den Stammbaum von Jesus weist. Neben Maria, seiner Mutter, weist der Stammbaum von Jesus nur vier Frauennamen aus. Einer davon ist Rut. Dort lesen wir: „Boas zeugte Obed mit der Rut. Obed zeugte Isai. Isai zeugte den König David.“

Und hier haben wir den Skandal, das, was vielen sehr unangenehm war: Im Stammbaum von Jesus (und damit schon im Stammbaum von König David) war eine Ausländerin, eine Fremde, eine Zugewanderte, eine Migrantin, ein Wirtschaftsflüchtling. – Aber ohne Rut, ohne die Ausländerin, wäre der Heiland nicht geboren worden. 

Noch erstaunlicher als das, was in der Bibel drinsteht, ist für mich das, was man hat drinstehen lassen. So viele Redaktionen haben die biblischen Bücher bearbeitet. So viele Gelegenheiten hat es gegeben, Unliebsames, Peinliches, Nicht-Linientreues herauszustreichen. … Das geschah aber nicht.

Und so haben wir hier ein Zeugnis, das jeder Fremdenfeindlichkeit, jeder Abschottungspolitik, jedem Aufnahmestopp für Migranten entgegen steht. Ohne Rut wäre der Heiland nicht zur Welt gekommen, hätte Gott nicht Fleisch angenommen, würden wir heute noch auf den Erlöser warten. Aber Gott hat es gefallen, dass Jesus auch eine nicht-jüdische Ururur-Oma hat. Amen.“

#WeRemenber –

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

 Der 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau

 Nie wieder – Gegen das Vergessen

 

 

 

„Wenn ich älter gewesen wäre, hätte ich mich wahrscheinlich umgebracht”

© Christina Stohn             Zdzisława Włodarczyk will durch das Erzählen ihrer Lebensgeschichte junge Menschen aufrütteln.

Mit sechs Jahren sieht die Polin Zdzisława Włodarczyk beim Einmarsch der Wehrmacht in Warschau zum ersten Mal in ihrem Leben eine Leiche, mit elf Jahren muss sie sich im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau an den Anblick gewöhnen. Sie kämpft um ihr Überleben – und um das ihres kleinen Bruders. Die seelischen Narben, die sie davonträgt, prägen ihr Leben.

“Es gibt Erinnerungen, da möchte ich schreien. Da höre ich die Stimmen der Umgekommenen”, sagt Zdzisława Włodarczyk und blickt von dem Taschentuch auf, das sie die ganze Zeit zusammen und wieder auseinander gefaltet hat. “Wenn ich davon erzähle, sehe ich alles wieder vor meinen Augen. Ich erlebe den Krieg noch einmal.” Die Stimme der 86-Jährigen bebt, das Taschentuch hält sie jetzt noch fester umklammert. “Ich muss mich an etwas festhalten, sonst kann ich nicht darüber sprechen”, sagt sie. “Darüber” – das ist Zdzisława Włodarczyks Kindheit.

Wenn Sie mehr über Zdzislawa Wlodarczyks Leben erfahren möchten lesen Sie weiter auf  http://www.evangelisch.de . Lena Christin Ohm, Redakteurin bei evangekisch.de,  hat die Erzählungen von KZ-  und Ghetto-Überlebenden  zu Papier gebracht – Gegen das Vergessen

Grafik GEP/Lotz

   

Wir helfen  bei Fragen zur Corona-Impfung bei der Impfanmeldung beim Transfer zum Impfzentrum

Wir sind für Sie da – auch ohne Internet

„Der Tersteegen-Bote“

In diesen Tagen wird wieder die neueste Ausgabe des „Tersteegen-Boten von Herrn Busch und den fleißigen Helfern*innen der Tersteegen-Gemeinde an über 160 Haushalte verteilt.

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Hilfe, rufen Sie ruhig unseren Senioren-Referenten Volker Busch unter 0163-1328 249 (Home-Office) an.

Texte und Fotos (soweit nicht anders angegeben): Hans Albrecht
Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter Hans Albrecht
(Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf,
E-Mail     hans.albrecht@evdus.de