Freundschaft
Jesus und Petrus

 Ausgerechnet er, ausgerechnet in diesem Moment! Petrus, die Schlüsselperson unter den Jüngern Jesu, lässt sein Idol schmählich im Stich. Er leugnet, ihn zu kennen. Doch dann fließen die Tränen.

Die Bemalung im Bogen der Apsis in der Kirche St. Nikolai in Constappel bei Meissen (Sachsen) zeigt Petrus mit dem Schluessel (Foto vom 29.05.2013)

 EKD/Der Bogen der Apsis in der Kirche St. Nikolai in Constappel bei Meißen zeigt den Apostel Petrus.

Simon Petrus, der „Fels“, auf den Jesus seine Kirche baute, wird in der Bibel als widersprüchlich, impulsiv und sprunghaft beschrieben. Die Geschichten wollen aber nicht nur zeigen, dass Petrus auch nur ein Mensch war. Sie beschreiben nämlich nicht nur ihn, sondern auch die anderen. Und das führt uns zur Frage: Wie hätten wir gehandelt?

Petrus zählte zwar zu den engsten Vertrauten, aber Jesus hat ihn mit schärfster Kritik bedacht, hat ihn „Satan“ genannt und ihn prophezeit, ein Verräter zu werden.

 Aber Jesus muss auch etwas in ihm gesehen haben, das ihn veranlasste, über ihn auszusprechen:

 „Du bist der Petrus, der Fels, auf dir will ich meine Gemeinde bauen“.

Gottesdienst am Sonntag, 28. Februar, um 10.30 Uhr mit Live Stream aus unserer Tersteegen-Kirche

mit Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann
Ev. Tersteegen-Gemeinde

und

Pfarrerin Dorthe Schmücker
Ev. Gemeinde Unterrath/Lichtenbroich

„Freundschaft – wem vertraue ich?

Petrus vertraut Jesus und umgekehrt. Trotzdem wird das Vertrauen Jesu in Petrus auch tief enttäuscht. Petrus verrät seinen besten Freund und will ihn, als er nach ihm gefragt wird, nicht gekannt haben. Dreimal verleugnet er Jesus und bereut es später bitter. Wie gehen wir mit Verrat, Misstrauen, enttäuschtem Vertrauen um?
Jesus jedenfalls gibt Petrus eine neue Chance. Er traut ihm zu, die christliche Gemeinde aufzubauen, Gemeinde zu gründen und zu leiten. Die Bibel erzählt so ehrlich von Versagen und neuem Vertrauen, dass sie uns Mut machen, immer wieder neu zu investieren in Vertrauen und Freundschaft.

Und: können wir das Thema Freundschaft auch auf Gott ausdehnen? Würden Sie Gott als einen Freund, als Ihren Freund bezeichnen?
Was spricht dafür? Das Vertrauen, das Gott in Sie setzt? Die Freundschaft, die Gott Ihnen anbietet?
Und das für die Freundschaft mit Gott gilt, was in jeder Freundschaft klar ist: Es muss daran gearbeitet werden. Sie ist nicht selbstverständlich. Sie hat Höhen und Tiefen. Sie wird umso intensiver, je länger sie andauert und je mehr ich sie pflege. Gute Freundschaft braucht Vertrauen und Neuanfang bei Enttäuschungen.

Oder ist das Bild von Gott als gutem Freund zu nah? Ist Gott nicht auch mehr als ein guter Freund? Darf ich ihn überhaupt als Freund ansprechen?
Auf jeden Fall ist es spannend darüber nachzudenken, was Gott für mich ist: Freund, Vater, Richter, Schöpfer, Feuerwehr oder doch mehr abwesend als wirklich nah?
Gott bietet uns auf jeden Fall seine Freundschaft an und wartet darauf, dass wir dies Angebot annehmen und Gott in unser Leben und unsere Fragen einbeziehen.

Eine gesegnete Woche wünschen Ihnen

Ihre Pfarrerinnebn Felicitas Schulz-Hoffmann und Dorthe Schmücker

www.tersteegenkirche.de oder
auf YouTube                     oder später als Aufzeichnung

Fastenaktion für Klimaschutz & Klimagerechtigkeit –
noch bis zum 29. März
Sie können auch noch mitmachen

Mit dieser Fastenaktion stellen wir uns in die christliche Tradition, die in der Zeit vor Ostern des Leidens gedenkt und bewusst Verzicht übt, um frei zu werden für neue Gedanken und andere Verhaltensweisen.

Der Klimawandel verursacht Leiden, denn er gefährdet das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen. Klimaschutz macht Verzicht erforderlich. Aber immer wieder ist es ein Gewinn, wenn es gelingt, alleine oder in der Gemeinschaft das Leben klimafreundlicher zu gestalten.

WOCHE 2: SPARSAMES HEIZEN

Foto: congerdesign/Pixabay

Eine Woche Zeit…
… für sparsames Heizen

 Ein wohlig warmes Wohnzimmer, eine heiße Dusche, ein gemütlicher Abend am Kamin … Ohne Heizung wäre der Winter kaum vorstellbar.

 „Wir brauchen die Kälte, um die Wärme genießen zu können.“     Sprichwort

Beim Energiesparen konzentrieren wir uns allzu oft auf die elektrische Energie, dabei wird rund drei Viertel der Energie eines Haushaltes für Heizen und Warmwasser benötigt. In Zukunft werden wir hingegen immer mehr kühlen müssen, wie das heute schon in wärmeren Regionen der Erde geschieht. Je bewusster und effektiver wir unser Raumklima gestalten, desto besser.

In dieser Woche…

  • mache ich einen Rundgang durch mein Haus und suche nach Schwachstellen: Sind alle Fenster dicht? Stehen alle Heizkörper frei? Sind die Heizzeiten richtig eingestellt?
  • achte ich auf mein Lüftungsverhalten: Durch Kippfenster entweicht besonders viel Wärme. Besser alle Fenster zum Lüften kurzzeitig weit öffnen!
  • senke ich die Zimmertemperatur um 1 °C ab und ziehe meinen Lieblingspulli über.
  • prüfe ich meine Heizungsanlage oder frage bei der Hausverwaltung nach: Wurden bereits Effizienzpumpen eingebaut? Lohnt es sich, die alte Ölheizung endlich auszutauschen oder das Haus an ein Nahwärmenetz in meiner Nähe anzuschließen?
  • nehme ich an einem Online-Vortrag der Energieberatung der Verbraucherzentrale teil und empfehle sie weiter an Nachbar*innen, Freund*innen und Verwandte. verbraucherzentrale-energieberatung.de
  • frage ich in meiner örtlichen Kommunalverwaltung, was sie zur Heizenergieeinsparung in ihren Gebäuden beiträgt.

 Montag, 1. März
von 15-16 Uhr          

Klimafasten-Wandern (allein oder zu zweit). Wir treffen uns u.a. vor unserem Gemeindehaus.
 von 16.30-17.30. Uhr            Erfahrungsaustausch (per Zoom) 

Wenn Sie sich anmelden, bekommen Sie eine Broschüre mit Tipps und Hinweisen und den Link zum Erfahrungsaustausch per Zoom.

Infos bei:

Pfarrerin
Felicitas Schulz-Hoffmann:
 Tel. 0211.43 11 30
felicitas.schulz-hoffmann@evdus.de

 

Foto Heiroth

Gisela Heiroth: Tel. 0211.26106183 duesseldorf@omasforfuture.de

 oder bei der Nachbarschafts-Werkstatt Golzheim  
 und bei Pfarrerin Dorte Schmücker (Ev. Gemeinde Unterrath/Lichtenbroich) //dorthe.schmuecker@ekir.de

 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

„Das Leben jüdischer Menschen ist viel mehr als die Shoa“

Eine christliche Stimme

Die Beziehung zwischen Pessach und Ostern lädt zum Nachdenken über die Beziehung von Judentum und Christentum ein. Die beiden Feste finden ungefähr zur selben Zeit (wenn auch nicht am selben Tag) statt. Sie thematisieren Befreiung.

Dabei ist es interessant, wie wenig dem Judentum und Christentum gemeinsame Themen in den Gottesdiensten vorkommen. Die Kerntexte der Synagogenliturgie (Ex 12,21– 51; Jos 3,5–7; 5,2–6,1.27) und der Haggada (Jos 24,2–4; Dtn 6,21; 26,5–8) spielen keine Rolle zu Ostern.

Darin zeigt sich, dass die Feiern der österlichen Tage einer anderen Erzählung folgen als das biblische und das spätere jüdische Pessach. Sie bilden die im Neuen Testament erzählte Geschichte vom Einzug in Jerusalem (Palmsonntag) zum letzten Abendmahl, zur Fußwaschung und dem Gebet am Ölberg (Gründonnerstag), zu Leiden, Tod und Begräbnis (Karfreitag) und schließlich zur Auferstehung Jesu (Karsamstag und Ostersonntag) ab. Die christliche Gemeinde erlebt die letzten Tage Jesu – nicht den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.

– Prof. Dr. Clemens Leonhard

Düsseldorfer Appell gedachte der Opfer von Hanau
Kranzniederlegung fand am 19. Februar in Düsseldorf statt

„Wir fordern alle Bürger:innen auf, sich geistigen Brandstiftern mutig entgegenzustellen“

Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz sich in unserer Gesellschaft breit machen. Wir haben in Hanau gesehen, wohin solches Gedankengut führt. Und wir wissen aus eigener, leidvoller Erfahrung, etwa mit dem Wehrhahn-Anschlag, dass es auch in unserer Stadt Menschen gibt, die sich von solchen Ideologien treiben lassen und nicht vor Gewalt zurückschrecken.

Wir fordern alle Bürger:innen auf, sich geistigen Brandstiftern mutig entgegenzustellen. Gleichzeitig muss der Staat seine Bürger:innen und alle, die hier leben, wirksam vor Rechtsterrorismus zu schützen und menschenfeindliche Aktivitäten – auch in den eigenen Reihen – wirksam und nachhaltig bekämpfen. Gegen rassistische Netzwerke in Sicherheits- und Ermittlungsbehörden muss konsequent vorgegangen werden. Und die Politik muss deutlich und unmissverständlich Stellung beziehen gegen Rassismus und für eine solidarische Gesellschaft.

Text und Foto evdus

 

„Hör mal Tersteegen“  einfach anrufen  unter 0211-94252875
und der neue „Tersteegen-Bote“

 Auch diese Woche wieder Backen mit Jennifer Leistner

Am Freitag, 26. Februar, um 15.30 Uhr

Wenn Ihr mitmachen wollt, braucht Ihr nur dem Zoom-Meeting beitreten.

Einfach klicken
Zoom-Meeting beitreten        https://zoom.us/j/99236934520

  

Herzliche Einladung zur nächsten Kinderkirche!

Was ist gerecht? Was ist ungerecht?
Finde ich fair, wenn jemand mehr hat oder bekommt als ich?
Kinder entwickeln ein gutes Gespür für Gerechtigkeit.
Und genau darum geht es in unserer Kinderkirche: mit vielen Beispielen, einem Jesus-Quiz, Mitmachaktionen, Singen u.a.
Wir wollen verstehen, wie Gottes Gerechtigkeit „funktioniert“:
Gott ist großzügig. Er gibt gern und aus Liebe. Gott gibt jedem (!) Menschen, was er zum Leben braucht.
Aber nicht alle verstehen das oder finden es gut.
 
Und dann sagt er auch noch: „Die Ersten werden die Letzten sein und die Letzten werden die Ersten sein.“

Also, es wird unbedingt interessant und spannend!
Anmeldung vorab gern bei: Jenny Leistner 
E-Mail jennifer.leistner@evdus.de
 Zoom-Meeting beitreten        https://zoom.us/j/99236934520

 
Liebe Leser*innen des Tersteegen-Newsletters,

 diesmal etwas in eigener Sache. Vielleicht haben Sie sich gewundert, dass heute  nicht die 9.,  sondern die 100. Ausgabe erschienen ist.

Seit dem 5. April 2019 erscheint der Newsletter ununterbrochen Woche für Woche. Inzwischen hat er sich etwas gewandelt, die ersten „Kinderkrankheiten“ sind überwunden. Ich hoffe, dass ich Sie auch in Zukunft jede Woche zuverlässig über unsere Gemeinde unterrichten kann. Über den Tersteegen-Newsletter wird es auch im nächsten Gemeindebrief einen Bericht geben.

Über Anregungen, Tipps, einen Beitrag von Ihrer Seite oder ein Feedback würde ich mich freuen.
Ihr Hans Albrecht
Tersteegen-Newsletter                             Ausgabe 1     5. April 2019                                

 Liebe Lesenden, wäre diese Ansprache wohl Genderkorrekt ?  Wie empfinden Sie das ?

Diese Ausgabe ist der Beginn des Tersteegen-Newsletter, der nun regelmäßig erscheinen wird. Er soll Sie über Neuigkeiten, Konzerte, Termine und die vielen Aktivitäten und Angebote aus der Gemeinde, Kirche, Kita, Seniorenheim, Nachbarschaftswerkstatt und Netzwerk zwischen den Gemeindebriefen informieren. Wenn Sie Anregungen, Tipps und „News“ haben, sprechen Sie mich bitte an oder schicken Sie mir eine E-Mail.
Ihr Hans Albrecht.
250. Todestag von Gerhard Tersteegen (1697-1769) am 3. April 2019
Wenn man vor unserer Kirche stand, fiel der Blick auf der äußersten rechten Seite auf ein in die Jahre gekommenes Relief, die Inschrift und das Bild kaum noch sichtbar. Aus Anlass des Todestages von unserem Namensgeber haben wir das Kupfer-Relief von einer Kunst-Metallwerkstatt überarbeiten lassen und dadurch  besonders die Schrift wieder lesbar gemacht. Leider konnte die Dachdeckerfirma wegen der aktuellen Hochkonjunktur die abschließende Dachabdeckung nicht fertigstellen. So wird das Gerüst leider noch einige Zeit stehen bleiben.
Als wohl einzige nach Gerhard Tersteegen benannte Gemeinde in der Evangelischen Kirche Deutschlands ist es uns Verpflichtung und Freude zugleich,  in diesem Kirchenjahr 2019 an ihn zu erinnern, seine Lieder – auch die heute 101 zumeist unbekannten – zu singen und an sein Werk zu erinnern. Wie unsere Kirche zur Tersteegen-Gemeinde wurde, ließ sich leider nicht mehr ermitteln. Vielleicht können Sie uns da weiterhelfen.

Text wenn nicht anders angegeben): Hans Albrecht
Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter Hans Albrecht
(Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf,
E-Mail hans.albrecht@evdus.de