Sonntag, 21. März, 10.30 Uhr, Gottesdienst in unserer Tersteegenkirche

  „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

Hiobs Unheil (Codex Sinaticus Graecus 3. 11. Jh.)

Gott lässt diese „gotteslästerliche“ Klage zu. Für ihn ist der klagende Hiob immer noch ein gottesfürchtiger Mensch. Denn auch die Klage ist ein Reden des Herzens mit Gott! Die Erfahrung von unermesslichem Leid ist heute genauso aktuell. Nicht nur im fernen Syrien, Jemen oder Sudan, auch ganz nah um uns kommen Menschen an ihre Grenzen und können Gott nicht mehr verstehen.
Ob der Weg des Hiobs auch Ihrer werden kann? Die Klage verwandelt Hiob. Es löst sich etwas. Es ist noch ein weiter Weg von der Klage bis zu seiner Erkenntnis:

„Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gelobt.“

Hiob lernt, dass sich die Frage nach dem „Warum?“ nicht beantworten lässt.

  

Hiob  –  Ein Gottesdienst mit Pfarrer Jürgen Hoffmann

Ein Jahr leben mit Corona
    Ein Jahr leben mit Hiobsbotschaften

„Es ist ätzend.“ „Es ist so traurig.“ „Es ist nicht mehr zum Aushalten.“ Einige wenige Stimmen, die gerade unsere Stimmung beschreiben. Ein Jahr leben mit dem Corona-Virus heißt für die meisten von uns, ein Jahr leben mit Einschränkungen, mit Verzichten, eingeschränkten Kontakten, großen Unsicherheiten, menschlichen Schicksalen. Wir können das weiterführen in einer kaum enden wollenden Abwärtsspirale und in der Folge davon, wie immer, wenn die Dinge nicht „normal“ laufen, in der Suche nach Schuldigen und entsprechenden Schuldzuweisungen. Das hat sich zu einer Routine entwickelt, in der es gefühlt keinen Tag ohne neue Hiobsbotschaften gab. Hiob wird im Mittelpunkt unseres Gottesdienst am kommenden Sonntag stehen. Hiob ist sozusagen unser „Begleiter“ seit einem Jahr.

Aber was ist eigentlich eine Hiobsbotschaft? Einfach erklärt: eine unerwartete Nachricht mit einer schlechten Botschaft. Ihren Namen verdanken diese „bad news“ (im Gegensatz zu „good news“ = gute Nachricht, frohe Botschaft) einem Menschen der Bibel, eben Hiob. In einer Weisheitserzählung des  Alten Testaments geht es um die Frage nach dem Leid. Wo kommt es her? Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen? Verursacht Gott das Leid? Ist Leid eine Prüfung für uns Menschen?

Hiob hat über weite Teile seines Lebens Glück und Erfolg. Was er anfasst, gelingt ihm. Er hat eine große, intakte Familie, ist unermesslich reich und dabei – das muss kein Widerspruch sein – auch noch fromm. Hiob weiß, dass er das alles nicht seinem Fleiß und seiner Klugheit zu verdanken hat, sondern seiner Beziehung zu Gott. Umso mehr trifft es ihn, als an einem Tag gleich vier (!) „Hiobs“-Botschaften eintreffen. Nacheinander verliert er seine zehn (!) Kinder und seinen gesamten Besitz. Was für eine Katastrophe. Und er selbst wird darüber krank. So viel Leid ist nicht zu ertragen. „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen. Der Name des Herrn sei gelobt.“ Hiob lässt sich selbst in dieser Verzweiflung seinen Glauben an Gott nicht nehmen. Am Ende, wirklich ganz am Ende nimmt die leidvolle Geschichte Hiobs eine gute Wendung und Hiobs Festhalten Gott führt zu erneutem Segen.

Albrecht Dürer: Hiob und seine Frau

„Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“ sagt Hiob einmal. In seinem Leid stirbt doch die Hoffnung nicht. Am Ende wird es Gott sein, der Sieger bleibt.

Hiobsbotschaften haben ein hohes destruktives Potenzial. Eigentlich sind sie Gift für das Zusammenleben, für unser Miteinander. Wie gesagt, ein Jahr lang, seit dem März 2020 leben wir in dem Zustand der Pandemie mit allen Folgen für uns als Gesellschaft. Ja, es ist ätzend, traurig, kaum noch zum Aushalten.

Und dennoch! Es gibt sie auch, die vielen kleinen Zeichen von Zuwendung, Nähe, Zusammenhalt, Verbindung, Stärkung, Hoffnung.

Sie tragen uns durch diese Zeit. Sie helfen uns, mit leidvollen Situationen umzugehen. Es gilt, sie groß und stark zu machen, die heilenden Kräfte zu entdecken und zu entfalten. Jeder täglichen Hiobsbotschaft können wir eine positive Botschaft entgegensetzen. Das werden wir auch im Gottesdienst am kommenden Sonntag tun, zu dem Sie jetzt wieder herzlich in unsere Tersteegenkirche eingeladen sind.

Ich wünsche Ihnen – trotz allem – Lebensfreude, Hoffnung und Gottes Segen für jeden neuen Tag“.
Ihr Pfarrer Jürgen Hoffmann

Auch diesen Sonntag können Sie auf  www.tersteegenkirche.de  ihre Meinung mitteilen:

  • Ich glaube, dass die gegenwärtige Zeit eine Prüfung für die Menschheit ist 
  • Wir werden lernen müssen, auch in Zukunft mit ähnlichen Pandemien zu leben
  • Das Corona-Virus ist ein Zeichen Gottes für uns
  • Gott ist verantwortlich für das Leid in der Welt 
  • Wir Menschen tragen durch unseren Lebensstil dazu bei, dass sich die Krisen noch verstärken werden
  • Als Christen haben wir durch Glaube, Liebe und Hoffnung eine positive Botschaft für alle Menschen

Wir möchten Sie bitten, sich für den Gottesdienst nach Möglichkeit anzumelden.

Entweder bei Herrn Volker Busch, Tel. 0211-434166 0der per E-Mail volker.busch@evdus.de

Sie können den Gottesdienst aber auch weiterhin im Live Stream aus unserer Tersteegen-Kirche verfolgen,
www.tersteegenkirche.de
oder auf YouTube oder später als Aufzeichnung

 

Wir sind an Ihrer Meinung interessiert

 zu den digitalen Angeboten unserer Tersteegen-Kirchengemeinde. Helfen Sie uns, damit wir Ihnen noch bessere Angebote machen können.
Hier – oder auf unserer Webseite – können Sie direkt teilnehmen unter 

https://www.tersteegen.ekir.de/umfragen/

Die Digitale ökumenische Projektwerkstatt

haben wir Ihnen bereits im neuen Gemeindebrief vorgestellt. Da wir uns zur Zeit wegen Covid-19 Beschränkungen nicht treffen können, nutzen wir die Möglichkeiten des digitalen Netzes.
Durch spezielle Unterstützungs- und Beratungsangebote soll in dieser „Projektwerkstatt“ jede*r sich mit neuen Ideen in das Gemeinde-, Nachbarschafts- und Stadteilleben einbringen und sein Herzensprojekt realisieren können.

Wir starten am Dienstag, 23. März, um 18.30 mit einem ersten Kennenlernen per Zoom.

 Eingeladen sind alle Mitbürger in unseren Stadtteilen. Ihre Vorstellungen und Ideen einzubringen. Bitte melden Sie sich über unser Kontaktformular der Tersteegenkirche https://www.tersteeen.ekir.de/kontakt bei Mirko Blüming oder Hans Albrecht (Email hans.al@web.de) an.

 Träger der Projektwerkstatt sind die Ev. Tersteegen-Gemeinde, die Kath. Hl. Familie, die Nachbarschafts-Werkstatt und das Tersteegen-Heim.

Fastenaktion für Klimaschutz & Klimagerechtigkeit – bis zum 29. März

Mit dieser Fastenaktion stellen wir uns in die christliche Tradition, die in der Zeit vor Ostern des Leidens gedenkt und bewusst Verzicht übt, um frei zu werden für neue Gedanken und andere Verhaltensweisen.

 Der Klimawandel verursacht Leiden, denn er gefährdet das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen. Klimaschutz macht Verzicht erforderlich. Aber immer wieder ist es ein Gewinn, wenn es gelingt, alleine oder in der Gemeinschaft das Leben klimafreundlicher zu gestalten.

Foto: boba-jovanovic/unplash

WOCHE 5: EINFACHES LEBEN

Eine Woche Zeit…

… für ein einfaches Leben

 

Rund 10.000 Gegenstände besitzen erwachsene Westeuropäer*innen im Durchschnitt.

Längst ist uns klar, dass es kein unbegrenztes Wachstum gibt und dass wir unsere Erde über die natürlichen Grenzen hinaus ausbeuten. Wir leben auf Kosten der nächsten Generation und der Menschen im Globalen Süden – höchste Zeit, zu überlegen, was wir wirklich brauchen und was uns wichtig ist.

In dieser Woche…

gehe ich spazieren, suche den Kontakt zur Natur und danke für Gottes Schöpfung.

  • überlege ich, wo ich mein Leben entschleunigen kann.
  • betrachte ich die Menschen um mich herum. Als Zeichen der Achtung spreche ich jemanden ein Kompliment oder meinen Dank aus.
  • diskutiere ich mit meiner Familie oder im Freundeskreis die Frage, was Lebensqualität ausmacht und was uns Lebensglück, Erfüllung und Zufriedenheit bringt.
  • gehe ich durch die Zimmer in meiner Wohnung und sortiere einige Dinge aus, die noch gut sind und die ich aber nicht mehr verwende, und spende sie oder gebe sie an andere weiter.

Foto: congerdesign/Pixabay

 

Theologischer Impuls
„Arm ist nicht der, der wenig hat, sondern der, der nicht genug bekommen kann.“ 
Jean Guéhenno

                                                                                                         

 

Konsum & Wasser

Deutsche kaufen im Durchschnitt 11 Kilogramm Bekleidungstextilien im Jahr. Das entspricht ca. 30-60 Kleidungsstücken pro Jahr. Davon sind viele aus Baumwolle. Im weltweiten Durchschnitt werden für die Produktion von 1 kg Baumwolle rund 11.000 l Wasser benötigt. Ein großer Teil der in Deutschland getragenen Baumwolle kommt aus Indien, wo für 1 kg Baumwolle sogar mehr als 23.000 l Wasser eingesetzt werden.
In Sachen Kleidung ist das Kriterium der Langlebigkeit entscheidend. Denn je länger Kleidung getragen oder weitergegeben wird, desto kleiner ist der virtuelle Wasserfußabdruck.
Minimalismus spart also eine Menge Wasser.

 

Am Montag, 22. März von 15-16 Uhr :        

Klimafasten-Wandern (allein oder zu zweit). Wir treffen uns u.a. vor unserem Gemeindehaus.
 von 16.30-17.30 Uhr:      Erfahrungsaustausch (per Zoom)

Wenn Sie sich anmelden, bekommen Sie eine Broschüre mit Tipps und Hinweisen und den Link zum Erfahrungsaustausch per Zoom.

Infos bei:

Pfarrerin
Felicitas Schulz-Hoffmann:
 Tel. 0211.43 11 30
felicitas.schulz-hoffmann@evdus.de

Foto Heiroth

Gisela Heiroth: Tel. 0211.26106183
duesseldorf@omasforfuture.de

oder bei der Nachbarschafts-Werkstatt Golzheim  
 und bei Pfarrerin Dorte Schmücker (Ev. Gemeinde Unterrath/Lichtenbroich) //dorthe.schmuecker@ekir.de

 

Backen mit Jenny am Freitag der 19.03.2021 um 15.30 Uhr bei Zoom.
Ich freue mich auf euch, es wird viel Spaß machen.
Zoom-Meeting beitreten       https://zoom.us/j/99236934520

 

Ein neues digitales Angebot unserer Gemeinde

 Wir haben für die Kinder- und Jugendarbeit einen offiziellen Instagram-Account also schaut doch gerne mal vorbei.

ev_jugend_tersteegen (hier clicken)

       

 

 Frühlingsanfang im Nordpark

Text wenn nicht anders angegeben): Hans Albrecht
Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter Hans Albrecht
(Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf,
E-Mail hans.albrecht@evdus.de