Live-Stream im Lockdown
Sonntag, 9. Mai, 10.30 Uhr 
 Gottesdienst mit Pfarrer Jürgen Hoffmann

Rogate – Bete!

„Der kommende Sonntag trägt den Namen „Rogate“, das heißt: Betet! (das Ausrufungszeichen ist wichtig an dieser Stelle) – und ist also eine Aufforderung oder Einladung zum Beten.

Zwei Drittel aller Menschen sagen laut verschiedenen Umfragen, dass Gebete eine Wirkung haben, dass sie helfen. Etwa ein Viertel streitet das völlig ab. Die anderen liegen irgendwo dazwischen. Immerhin jeder Fünfte glaubt, dass Gebete die Welt verändern können. Das finde ich erstaunlich – und auch wiederum nicht, wenn ich oder Sie einmal genauer hinsehen. Vermutlich würde noch immer eine Mauer durch unser Land gehen und es in zwei Teile teilen, hätte es nicht in der ehemaligen DDR die Friedensgebete gegeben. Letztlich haben es diese Menschen, die  Albrecht Dürer um 1508 sich in kleinen Gruppen an verschiedenen Orten zum Beten getroffen haben, bewirkt – oder besser gesagt: ihre Gebete – dass am Ende die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten stand.

Eine Geschichte, die mich berührt und die ich gern Kindern weitergebe, erzählt davon, wie Sankt Martin allein durch Beten einen Krieg beendet hat, indem als langjähriger Soldat sich weigert, in den Krieg gegen die Germanen zu ziehen. Für diese „Kriegsdienstverweigerung“ kommt er in Arrest, sagt dem Befehlshaber aber, dass er allein in den Krieg ziehen würde. In der Nacht vor der Schlacht betet er. Am nächsten Morgen ist von den Feinden nichts zu sehen. Ein einsamer Reiter kommt ins Lager und sagt, dass man nicht mehr kämpfen will. So ist der Krieg zu Ende, bevor er begonnen hat – beendet durch das Gebet eines Menschen.

Beten ist ein unendliches Thema, und würden wir unsere Erfahrungen mit dem Beten zusammentragen, würden wir uns wirklich viel zu sagen haben. Vielleicht ändern unsere Gebete nicht die ganze Welt, aber auf jeden Fall verändern sie etwas. Sie verändern zuerst uns selbst. Indem wir beten, steigen wir für einen Moment aus der Routine des Tages aus. Wir geben Gott etwas von unserer Zeit zurück. Beten ist ja Kommunikation mit Gott – in den unterschiedlichsten Formen. Ich kann danken, bitten, klagen, Gott alles hinhalten, ihn loben – das sind vielleicht die gängigsten Gebetsformen.  Es gibt nichts, was ich Gott nicht sagen könnte. Ich kann es laut oder leise tun, mit Worten oder ohne Worte im Herzen. Ich kann dabei die Hände falten, was dazu führt, dass ich gut bei mir selber bin, oder auch meine Hände zum Himmel heben. Ich kann stehen oder sitzen, knien oder gehen – nichst ist beim Beten verboten, alles erlaubt.

Also: Rogate, Einladung zum Beten. Beten Sie? Bei welchen Gelegenheiten?

Darf ich Ihnen einige ans Herz legen?

Morgens, bevor wir in den Tag hineingehen, kurz anhalten und den Tag in Gottes Hände legen – mit allem, was geschehen wird, mit den Menschen, denen wir begegnen werden – und glauben, dass nichts zufällig geschieht.

Zu den Mahlzeiten – danken dafür, dass wir gut versorgt sind. Danken für das Leben, das uns geschenkt ist.

Am Abend: den Tag ausklingen lassen. Alles Unerledigte abgeben und loslassen und darauf vertrauen, dass Gott auch aus allem, was ich nicht geschafft habe, etwas Gutes machen kann.

„Mit dem Leben beten“, also das Leben zum Gebet machen. Ich finde, das ist ein wunderbarer Gedanke. Wenn das Leben zum Gebet würde, was für eine Perspektive wäre das! Wir würden damit genau dem entsprechen, was Gott für uns möchte. Wir wären in der permanenten Kommunikation mit ihm. Auch das würde vielleicht nicht die ganze Welt verändern, aber es würde meine, unsere Welt verändern.

In Augsburg und an anderen Orten gibt es „Gebetshäuser“ Orte, an denen zu jeder Zeit (24/7) gebetet wird. Ein schöner Gedanke, dass es keinen Moment gibt, wo nicht irgendjemand auf der Welt betet.

Nur damit ich nicht falsch verstanden werde: Selbstverständlich gehören Beten und Handeln zusammen. Aber wenn das Handeln aus dem Beten kommt, ist es noch einmal etwas anderes.

Jochen Klepper hat dafür diese Worte gefunden: Die Hände, die zum Beten ruhen, die macht er stark zur Tat. Und was der Beter Hände tun, geschieht nach seinem Rat.“

Eine gesegnete Woche – mit Gebetserfahrungen an jedem Tag wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Jürgen Hoffmann

 

Sie können den Gottesdienst im Live-Stream aus unserer Tersteegenkirche verfolgen
www.tersteegenkirche.de
oder auf YouTube oder später als Aufzeichnung

                                 

Wir feiern wieder gemeinsam
Christi Himmelfahrt

Deckenmalerei (Vater, Sohn und heiliger Geist) in der Kirche Großkochberg bei Weimar, Thüringen.

Aufgefahren in den Himmel, zur Rechten Gottes: Vater, Sohn und der Heilige Geist, als Taube,  in einer Deckenmalerei der Kirche Großkochberg bei Weimar, Thüringen.

auf dem Tersteegenplatz

Gottesdienst am 13. Mai, 10.30 Uhr mit
Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann

 

Jesus Weg zu Gott

Jesus Himmelfahrt wird in der Bibel mit einer beeindruckenden Szene geschildert: 40 Tage lang war Jesus nach der Auferstehung mit seinen Jüngern zusammen, dann „wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen“ (Apg 1,11). Diese Himmelfahrt erklärt, wo Jesus jetzt ist: bei Gott, seinem Vater. Das Fest Christi Himmelfahrt wird 40 Tage nach Ostern gefeiert.

Durch die „Himmelfahrt“ wurde Jesus Christus von den Bedingungen der Endlichkeit befreit.

Er geht nicht, wie er gekommen ist. Der Sohn Gottes, der sich für die Menschen in die Endlichkeit begeben, erniedrigt und sein Erlösungswerk vollbracht hat, wird erhöht und kehrt heim zum Vater. Diese Erhöhung wurde in der Theologiegeschichte im Anschluss an Markus 16,19 und Psalm 110,1 auch als Inthronisation verstanden. Jesus Christus, der für die Menschen zum Knecht geworden ist, erlangt am Ende die Königswürde. So kommt sein Erlösungswerk zum Abschluss. Es wird besiegelt und ist nun ewig und universal gültig. Die ganze Schöpfung soll durch Jesus Christus erlöst werden. Er ist Herr und König über diese Welt. Christi Himmelfahrt bedeutet daher: Jesus Christus ist nicht mehr hier, aber er lebt. Sein Geist bleibt und kehrt ständig wieder.

Wie er erhöht und verwandelt wurde, sollen auch die Menschen verwandelt werden – zu Gottes Kindern, die im Geist Christi leben. Am Himmelfahrtsfest sollen Christinnen und Christen dem scheidenden Jesus daher nicht wehmütig nachschauen, sondern verstehen, wie er die Welt verändert hat. Christi Himmelfahrt ist, wenn man so will, die Erinnerung daran, dass Jesus Christus den Himmel auf die Erde geholt hat. Oder anders: Seit Christi Himmelfahrt ist der Himmel dort, wo Jesus Christus ist. Die Menschen sollen nicht nach dem jenseitigen Gott „über uns“ fragen. Denn Gott ist in Jesus Mensch geworden und in ihre Mitte getreten. So öffnet er ihnen schon jetzt hier und heute seinen Himmel.        Text EKD

Wir feiern den Gottesdienst an Christi Himmelfahrt wieder mit Ihnen gemeinsam auf dem Tersteegenplatz. Da nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung steht, und um unsere Planungen zu erleichtern, möchten wir Sie bitten, sich bereits jetzt schon anzumelden:
Bei unserem Seniorenreferenten Volker Busch, Tel. 0211-434166 oder per
E-Mail volker.busch@evdus.de

Sie können den Gottesdienst auch im Live-Stream verfolgen
www.tersteegenkirche.de
oder auf YouTube oder später als Aufzeichnung

Nicht nur für unsere Senioren*innen –
unser interaktives Telefonangebot

„Hör mal Tersteegen“  –  einfach mal anrufen
0211-94252875
diesmal
„Die Geschichte vom Löwenzahn“

 2. Worship-Gottesdienst
  am 12. Mai, 19.00 Uhr
mit Pfarrer Jürgen Hoffmann
und Kyung-il Han

Foto Jesus-Haus Düsseldorf

und einer Worship Band aus dem Jesus-Haus Düsseldorf

Leserbrief

Guten Morgen Frau Schulz-Hoffmann und Herr Hoffmann,

Ich bin total begeistert von dem  gestrigen worship, ich war live dabei. Die Auswahl der Lieder, das ganze Konzept und Umsetzung fand ich richtig super. Vielen Dank an alle, die es möglich gemacht haben und mitgewirkt haben.

Ich habe mir schon die nächsten Termine markiert.

Gottes Segen für Sie und Ihre Arbeit.

LG Lena K.

Kyung-il Han, Worship-Leiter und Musiker

Hier beim ersten „Here I am to Worship“ Gottesdienst in Tersteegen.

„Ich bitte Dich, auch diesmal dabei zu sein, bei unserer worship-Reihe auf YouTube. Wir loben Gott, feiern ihn und danken. Für all das Gute, was es auf dieser Welt gibt.

Das machen wir mit wunderschöner Musik, diesmal mit einer Band aus dem Jesus-Haus Düsseldorf.“

Den Trailer könnt hier sehen und euch direkt anmelden:

https://youtu.be/993-8zepAHk.

Hören und sehen Sie wieder mit am zweiten Worship-Abend am Mittwoch, 12. Mai, 19.00-19.45 Uhr.

 http://www.hereiamtoworship.de/ 

  

   Tersteegenvesper


  

mit Prof. Oskar Gottlieb Blarr

 

 

 

Hier der Trailer https://youtu.be/6fd_97L4YVA

 3. Ökumenischer Kirchentag

 Wir sind hier  mit dabei.
 Ev. Tersteegen-Gemeinde
 Kath. Pfarrei Heilige Familie

       

Leider schon ausgebucht. Aber bitte noch einmal nachfragen.

 Hier ist ist noch Platz.

Wenn ihr noch mit backen wollt, bitte am Freitag, 7. Mai, um 15.30 Uhr,  dem Zoom-Meeting beitreten

 https://zoom.us/j/91936450150

Starke Frauen – nicht nur zum Muttertag –
Rebekka

Foto Nik Macmillan/unsplash Text  evangelisch.de

ist erfindungs- und trickreich. Wirft althergebrachte Regeln über den Haufen, weil sie weiß, dass es richtig ist. Wenn nötig lehnt sie sich auch gegen ihren Mann auf. (1. Mose 27)

Starke Frauen in der Bibel

Sie sind Diplomatinnen, Prophetinnen, Geschäftsfrauen, Königinnen, Begründerinnen von Dynastien, Erziehungsexpertinnen und Jüngerinnen: Diese Frauen haben mit ihrer Stärke, ihrem Mut und ihrem Gottvertrauen Geschichte in der Bibel geschrieben und stehen beispielhaft für viele andere, die sich jeden Tag beweisen müssen.

Ein Angebot unserer Schwestergemeinde kath. Hl. Familie

„Maria – die Frau, die uns zu Christus führt“

 

Text wenn nicht anders angegeben): Hans Albrecht
Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter Hans Albrecht
(Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf,
E-Mail hans.albrecht@evdus.de