Nur Präsenz 

Gottesdienst
am Sonntag, 24. Oktober, 10.30 Uhr
Frieden für Stadt und Land

 mit Pfarrer Jürgen Hoffmann

 

„Suchet der Stadt Bestes und betet für sie.“

Jeremia 29, 7

„Beten für die Stadt, in der ich wohne? Was für ein merkwürdiger Gedanke.
Aber warum oder warum eigentlich nicht?
Jeremia, ein Prophet des 6. Jahrhunderts vor Christus hatte die große Katastrophe miterlebt. „Seine“ Stadt, Jerusalem, war zerstört und die Bevölkerung weitgehend verbannt worden. Es war diese Stadt, Jerusalem, nach der sich die Menschen zurücksehnten und für die sie beteten. Jetzt der Aufruf „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie!“ damit ist nicht Jerusalem gemeint, sondern die Stadt der Verbannung, Babylon. Warum für etwas beten, dass man zutiefst ablehnt, ja geradezu hasst.
Jeremias einfache Antwort: „Wenn es dieser Stadt gut geht, dann wird es euch auch gut gehen“.

Lieben Sie Düsseldorf? Mögen Sie „unsere“ Stadt? Was gibt uns unsere Stadt und was geben wir ihr zurück? Ich finde dies einen wirklich spannenden Gedanken. Bin ich meiner Stadt verpflichtet? Ja, durchaus. Ich selbst bin dankbar dafür, dass ich in dieser Stadt wohnen darf. Es gibt wirklich vieles, wofür ich diese Stadt schätze. Wenn ich mit offenen Augen durch meine Stadt fahre, sehe ich aber auch ein deutliches „Gefälle“. Nicht in allen Stadtteilen sieht es gut aus. In manchen Stadtteilen geht es sehr edel zu, in anderen ist die Armut erkennbar. Neben einem offensichtlichen Wohlstand gibt es wirkliches Elend. Jede Mietpreistabelle macht das deutlich.

Betet für die Stadt – ich lade Sie dazu ein, 1. mit offenen Augen 2. betend und 3. segnend durch unsere Stadt zu gehen. Sie werden merken, dass es etwas verändert – zuerst einmal mit uns selbst, dann aber auch – langfristig –  mit unserer Stadt. Gut ist es, wenn es viele Menschen tun!

Möchten Sie mitbeten – für unsere Stadt? Am kommenden Sonntag, 24.10. um 10.30 Uhr  im Gottesdienst haben wir gemeinsam die Gelegenheit dazu.“

Herzliche Einladung und eine gesegnete Woche wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Jürgen Hoffmann

 

Unseren Gottesdienst begleitet an diesem Sonntag unser Kantor i.R. Arno Ruus

Für den Besuch des Gottesdienstes und zu den Veranstaltungen in unserer Gemeinde benötigen wir nach den gültigen Covid-19 Regeln von Ihnen entweder einen vollständigen Impfnachweis oder einen Nachweis über die vollständige Genesung oder einen Schnell-/Bürgertest, nicht älter als 6 Stunden.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Wieder volles Programm in der  Tersteegen-Gemeinde

Alle Veranstaltungen und Angebote unserer Gemeinde, der Tersteegen-Musikschule e.V. und des Netzwerks Golzheim finden wieder statt.

Unser Gemeindebüro ist wieder dienstags, mittwochs  und freitags  geöffnet.


 

Präses  Dr. Thorsten Latzel fordert Jubiläumsgemeinde zum Mut auf, neue Wege zu gehen

„Unsere Kirchen sind uns anvertraut, um sie für andere offen zu halten und um sie an die nächsten Generationen weiterzugeben.“ Mit diesen Worten richtet Präses Dr. Thorsten Latzel in seiner Predigt im Festgottesdienst am Sonntag, 10. Oktober 2021, im niederrheinischen Rees den Blick in die Zukunft. Die Evangelische Kirchengemeinde Rees  im Kirchenkreis Wesel feiert in diesem Jahr ihr 450-jähriges Bestehen.

Wie könne dieses Weitergeben in einer veränderten Zeit gelingen, „in der unsere Gemeinden wieder kleiner und älter werden“, fragt der Präses. Und er führt die wundersame Heilung des Königs Hiskia im Buch des Propheten Jesaja als biblisches Beispiel an. Kirchen seien Orte, „an denen junge und alte Menschen ihre Sorgen und Zweifel vor Gott bringen können. Die Sorgen vor Krankheit, Klimawandel, Krieg. Die Angst davor, dass es mit mir selbst und mit uns als Gesellschaft so nicht weitergeht, dass wir an ein Ende kommen. Und unsere Kirchen sind ein Ort, an dem wir auf wundersame Weise erfahren können, dass Gott uns nicht alleine lässt.“ Hiskia habe damals Land und Tempel von dem gereinigt, was der Botschaft Gottes im Wege stand. „Unsere Aufgabe ist es, unsere Gemeinden von dem zu befreien, was der Botschaft Gottes im Wege steht.“

Kirchen dürfen nicht zu religiösen Museen werden

 Damit Kirchen nicht zu religiösen Museen würden, brauche es junge und alte Menschen, die mitmachten, so Latzel. „Dazu braucht es den Mut, neue Wege zu gehen: digital wie analog, mit Jugendlichen und jungen Familien, mit den Ausgegrenzten unserer Stadt.“ Es sei wichtig, anderen Raum zu geben, „damit wir Kirche für andere sind: für die Jungen, die sich eine andere Zukunft ersehnen, für die Menschen, die in unserer Gesellschaft an den Rand gedrängt werden, weil sie einfach nicht mithalten können, auch für die Starken, die sich gerne engagieren wollen“.

Der Präses appelliert: „Deswegen lasst uns so leben und handeln, dass – so Gott will – auch in 450 Jahren eine Gemeinde hier in der Kirche am Reeser Markt frei und offen ihren evangelischen Glauben leben kann.“

Neuanfang und Aufbruch

Foto © birdys / Photocase /evangelisch.de

2. Korinther 5,17

 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden

 

Texte und Fotos (wenn nicht anders angegeben): Hans Albrecht Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter Hans Albrecht (Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf,
E-Mail hans.albrecht@evdus.de