Präsenz und mit den 3G-Regeln und im Live-Stream

 Gottesdienst am Sonntag,
23. Januar 2022, um 10.30 Uhr
Licht in dunklen Zeiten

mit Pfarrerin  Felicitas Schulz- Hoffmann

 „Ein musikalisch herausragender Gottesdienst erwartet alle am kommenden Sonntag, dem 3. nach Epiphanias.

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„Wie schön leuchtet der Morgenstern“

singen Irene Kurka und die Tersteegen Kantorei. Dazu hören wir den exzellenten Trompeter Jose Real-Cintero.

Wir lassen uns mit hineinnehmen in den Weihnachtsfestkreis mit strahlender Musik von J.S. Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy.

 Wir feiern, dass Gottes Licht diese dunkle und oft kalte Welt erleuchtet. Sein Licht, seine Wärme, seine Strahlen wirken bis heute und über Grenzen hinweg, Landesgrenzen, Standesgrenzen, soziale Grenzen und auch mentale Grenzen.

Gott schafft Heil und Heilung über all diese Grenzen hinweg.

 Von dieser guten Nachricht lassen wir uns inspirieren für das Jahr 2022 und schauen auf die Lichtspur Gottes in unserem Leben, die sich durch das Leben jedes einzelnen Menschen zieht.

Gottes Lichtspur entdecken, das können Sie zum Beispiel in der Bachkantate: „Wer bis an das Ende beharrt, wird selig.“

So gibt es viel zu entdecken an diesem Sonntag, musikalisch und spirituell.“

Ihre Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann

 

Unter der Leitung von unserer Kantorin Yoerang Kim-Bachmann singt die Tersteegen-Kantorei, unterstützt von der Sopranistin Irene Kurka und begleitet von Jose Real -Cintero mit seiner Trompete.

Wir hören „Drei Könige wandern“ von Peter Cornelius

Gleichzeitig singt die Kantorei den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Wer bis an das Ende beharrt“ aus dem Oratorium „Elias“ von Mendelssohn-Bartholdy. Text: Wer bis an das Ende beharrt, der wird selig. (Mt.10,22)

Musik zum Ausgang: Arie „Jauchzet Gott in allen Landen“ aus der Kantate Nr.51 von J.S. Bach

Für den Besuch des Gottesdienstes benötigen wir nach den gültigen Covid-19 Regeln von Ihnen entweder einen vollständigen Impfnachweis oder einen Nachweis über die vollständige Genesung oder einen Schnell-/Bürgertest, nicht älter als 24 Stunden.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sie können den Gottesdienst an diesem Sonntag auch im Live-Stream auf YouTube verfolgen oder unter www.tersteegenkirche.de

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Tersteegenkirche  –  Offene Kirche

 Wir haben die Türen unserer Kirche zum Beten, Segnen oder Meditieren für alle Menschen geöffnet. Montags bis freitags von 12.00 bis 14.00 Uhr.

 Zünden Sie eine Kerze an und halten im Gebetbuch ihre Gedanken, Wünsche und Gebete fest.

Auch unsere Gemeinde-Veranstaltungen finden wieder unter den 2G+-Regeln statt.

 Schweigeminuten der Landessynode am Jahrestag der Wannseekonferenz

Rheinische Kirche sieht Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat ihre Plenarsitzung am Donnerstag, 20. Januar, dem 80. Jahrestag der Wannseekonferenz, für ein Gedenken und mehrere Schweigeminuten unterbrochen. „Wir gedenken der ermordeten Jüdinnen und Juden. Ihr Tod ist ein unwiederbringlicher Verlust. Wir stellen uns unserer christlichen Mitverantwortung und Schuld an der Shoah“, sagte Christiane Münker-Lütkehans, Pfarrerin in Moers und nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung der rheinischen Kirche.

Zu der Konferenz waren vor 80 Jahren hochrangige Vertreter der Reichsregierung und der SS zusammengekommen, um die begonnene Verfolgung, Entrechtung und Ermordung der Jüdinnen und Juden technisch-bürokratisch zu organisieren und die Beteiligung der Instanzen zu koordinieren. Geplant war, alle Jüdinnen und Juden in Europa zu ermorden.

Sicherheit von Jüdinnen und Juden wieder bedroht

Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene und hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung, verwies auf das Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und stellte mit Dankbarkeit fest: „Durch zahlreiche Veranstaltungen und Begegnungen wird deutlich, dass in unserem Land eine neue Vielfalt jüdischer Gemeinden und Kulturen wächst.“ Gleichzeitig sei ein immer lauter und hemmungsloser werdender Antisemitismus wahrzunehmen, beklagte Münker-Lütkehans: „Es ist nicht ungefährlich, als Jüdin oder Jude in Europa offen zu leben.“ Die Evangelische Kirche im Rheinland stehe in der Verantwortung, „entschlossen allen Formen von Antisemitismus und Antijudaismus entgegenzutreten und dazu beizutragen, dass Jüdinnen und Juden ohne Angst, frei und sicher leben können“.

Foto: EKiR

Präses Dr. Thorsten Latzel:
„Wir lassen die Menschen nicht allein“

Erster Bericht vor der Landessynode der rheinischen Kirche

„Menschen offen, liebevoll begegnen. Trotzig und getrost auf Gott hoffen. Und unsere Zukunftsaufgaben mutig gestalten.“ Das sind für Dr. Thorsten Latzel Grundzüge eines protestantischen Lebens in Zeiten des Umbruchs. „Menschenfreundlichkeit, Hoffnung auf Gott und Mut zur Gestaltung – das macht unseren evangelischen Glauben aus“, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland in seinem ersten Bericht vor der Landessynode.

 Begegnungskultur und nachgehende Seelsorge stärken

Gerade im Blick auf die Flutkatastrophe sei ihm die seelsorgliche Dimension des „Kirche seins“ noch einmal besonders wichtig geworden, so Präses Thorsten Latzel am Morgen vor den Abgeordneten der 37 Kirchenkreise, die noch bis einschließlich Donnerstag digital tagen. Weil Kirche eine seelsorgliche Gemeinschaft von Geschwistern, eine caring community ist, „ist es uns nicht egal, wie es einander geht“, sagte Latzel: „Ich glaube, dass wir im Blick auf die Zukunft diese Begegnungskultur weiter stärken sollten. Den Kontakt zu allen Mitgliedern unserer Gemeinden und zu jedem Menschen, der Hilfe braucht. Wir brauchen eine nachgehende Seelsorge; einen Glauben mit menschlichem Angesicht; eine Kirche, die sich selbst konsequent von dem Kontakt zu den Mitmenschen her versteht.“

Wie sieht Kirche in der Zukunft aus?

Wie die Institution Kirche in zehn, 20 oder 30 Jahren aussehe, sei nicht sicher, machte Latzel deutlich: „Einige Perspektiven lassen sich jedoch durchaus erkennen. Deutlich ist, dass Institutionen gerade in Zeiten großer Veränderungen eine wichtige, stabilisierende Rolle spielen können. Dies ist aber sehr davon abhängig, inwiefern sie sich dabei selbst als wandlungsfähig erweisen.“ Es werde daher zukünftig nicht um das Kürzen des Bestehenden gehen, sondern um ein Neugestalten, um einen wirklichen Systemwechsel. „Wir erleben bereits jetzt an vielen Orten eine Überlastung von Gemeinden und Presbyterien. Unfruchtbar sind daher bloße Verteilkämpfe: Wer bekommt wie viel vom kleiner werdenden Kuchen ab? Ebenso unfruchtbar ist ein Denken in alten Vorstellungen wie „parochial versus funktional „oder im Dual von, denen da oben‘ und, uns hier unten‘. Die Herkunft einer Idee sagt nichts über ihre Richtigkeit, und wir brauchen schlicht jede gute Idee. Wichtig für unsere presbyterial-synodale Kirche ist eine klare Machtverteilung, die sich von den Mitgliedern in den Gemeinden her konstituiert – und zwar von allen Mitgliedern.“ Dabei sei es aber problematisch, dass Teilhabe nur noch beschränkt funktioniere, konstatierte der Präses: „Wir bilden in unseren Presbyterien und Synoden eben vor allem die zehn Prozent ab, die mit dem Status quo etwas anfangen können. Die anderen 90 Prozent hören wir schwächer oder gar nicht. Deshalb ist es gut, wenn wir wie bei den Bürgerforen im Kirchenkreis Düsseldorf, beim ,KirchenMorgen‘ in Solingen oder auch bei dieser Tagung neue Formen der Beteiligung erproben. Auch die Erprobungsräume sind ein wichtiges Experimentierfeld, um neue Zugänge zu Kirche und Gemeinde zu eröffnen.“

Jungen Menschen mehr Raum geben

Mit dem Positionspapier E.K.I.R. 2030 habe die neu gewählte Kirchenleitung früh ein klares Zeichen setzen wollen, dass man den tiefgreifenden Wandel von Kirche aktiv mitgestalte – in Form von konkreten Projekten. So sollen Presbyterien durch digitale Wahlen gestärkt und von Verwaltung entlastet werden. „Sie sollen sich eben 90 Prozent ihrer Zeit auf die geistlichen, kommunikativen, konzeptionellen Aufgaben konzentrieren können.“ Auch die Zusammenarbeit in Regionen der großen Evangelischen Kirche im Rheinland soll zum Beispiel durch mehr Anstellungsmöglichkeiten von Pfarrerinnen und Pfarrern auf Kirchenkreisebene und durch die Stärkung der Arbeit in multiprofessionellen Teams gefördert werden. Und: „Jeden Menschen, gleich ob Jung oder Alt, wollen wir ansprechen. Junge Menschen zwischen 20 und 40 Jahren sind nur besonders betont, weil sie die Altersgruppe sind, die wir am stärksten verlieren – und weil sie zentral sind für die Weitergabe christlichen Glaubens in die nächste Generation“, unterstrich Latzel. „Dazu müssen wir ihnen mehr Raum geben, etwa auf den Kanzeln, und Bereiche wie Kita-Arbeit stärken, weil sie einen besonderen Kontakt zu jungen Familien bieten. Hier brauchen wir vernetzte Trägerschaften – in guter Verbindung mit den Gemeinden vor Ort.“

 Texte und Fotos (wenn nicht anders angegeben): Hans Albrecht Kontakt: Ev. Tersteegen-Kirchengemeinde, Presbyter Hans Albrecht (Vors. Öffentlichkeitsausschuss), Tersteegenplatz 1, 40474 Düsseldorf,
E-Mail hans.albrecht@evdus.de