Präsenz nach 3G-Regel

Gottesdienst am Sonntag,
27. März 2022, 10.30 Uhr
mit Prädikant Horst Gieseler

Freude mitten im Leid

„In dieser Zeit Gottesdienst halten, ist nicht einfach. Zu viel belastet mich. Die rasant steigenden Inzidenzen. Täglich um die 250 wegen Corona gestorbenen Menschen. Und wir glauben, wir könnten uns einen Freedom-Day leisten. Freiheit und Verantwortung für meinen Nächsten gehören aber zusammen. Die täglichen Bilder aus der Ukraine kommen hinzu. Ich ertappe mich, wie ich abends nach den Nachrichten schnell abschalte, weil ich die Bilder nicht ertragen kann. Den Flüchtlingen helfen, das tröstet mich, ein bisschen wenigstens. Und freuen, dass viele andere hier wieder anpacken. In meiner Predigt am kommenden Sonntag, so hoffe ich, werde ich Worte finden, die uns in dieser prekären Situation heute stärken.

Das erste Wort von Jesaja 66,10, der altkirchlichen Antiphon des 4. Passionssonntags, hat dem heutigen Sonntag den Namen gegeben: Lätare. Damit klingt in der Mitte der Passionszeit, liebe Gemeinde, wie ein Lichtstrahl im Dunkeln das Thema Freude an – Freude mitten im Leid:

“Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.”

Und die Epistel des Sonntags variiert das Thema als “Trost in der Trübsal”. Und so werde ich in der Predigt über den Trost sprechen; und nicht von ungefähr steht das Hohelied des Trostes aus 2. Kor 1, 3-7, auch Versöhnungsbrief genannt, im Mittelpunkt der Predigt.

3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, 4 der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. 5 Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. 6 Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. 7 Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.

Tröstende Worte, liebe Gemeinde, Trost: Es gibt Zeiten, da brauche ich Trost. Wenn ich am Ende bin, nicht mehr weiterweiß. Dann ist es gut, wenn da jemand ist, der einfach da ist. Jemand, der Zeit für mich hat, mir zuhört und mit mir redet. Gerade in diesen Tagen.

Ich vermute, da geht es Ihnen nicht anders als mir. Manchmal wünschen Sie sich wohl auch, einfach getröstet zu werden. Doch vielleicht kennen Sie das auch: Es ist gar nicht so leicht, sich das selbst einzugestehen. Wir wollen doch stark sein. Kopf hoch, sagen wir uns, oder: Damit muss ich allein fertig werden. So verdrängen wir, dass wir selbst auf Trost angewiesen sind.

Was denn bedeutet uns Trost? Oder wie sollten wir andere trösten? Das Wort “Trost”, liebe Gemeinde, kommt in dem kurzen Abschnitt aus dem 2. Korintherbrief zehnmal vor. Dieses griechische Wort „parakalein“ wird gewöhnlich mit „trösten“ oder „ermahnen“ übersetzt, wörtlich: „entgegenrufen“. Diese beiden Aspekte, eben „trösten“ und „ermahnen“, sind nicht zu trennen und beschreiben das, was heute „Seelsorge“ genannt wird. Wie Gnade und Liebe ist Paraklese (Fürsprache bei Gott, Gottes Seelsorge) nach paulinischem Verständnis Gabe Gottes („der Gott allen Trostes“) und Aufgabe („damit auch wir trösten können“) zugleich.  Aber können wir sagen, was Trost ist?

Immerhin, meistens haben wir wohl ein Gespür dafür, was falsche Vertröstungen sind. Wenn mir jemand nach einem schweren Verlust sagt: “Ist doch alles nicht so schlimm”, und mir mal so eben im Vorbeigehen auf die Schultern tätschelt, dann merke ich: Das stimmt nicht, der nimmt meinen Schmerz nicht ernst. Genauso wenn er sagt: “Das wird schon wieder”, oder: “Das haben wir doch alle schon einmal erlebt.” Das ist falscher Trost, wenn jemand die Tiefe der Not oder des Schmerzes übergeht oder weg redet.

Erstaunlich, wie Paulus das sieht und Leid und Trost aufeinander bezieht: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.“

Ihr Prädikant Horst Gieseler

Es singt an diesem Sonntag die Jugendkantorei

Für den Besuch des Gottesdienstes benötigen wir nach den gültigen Covid-19 Regeln von Ihnen entweder einen vollständigen Impfnachweis oder einen Nachweis über die vollständige Genesung oder einen Schnell-/Bürgertest, nicht älter als 24 Stunden.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ermutigung und Segen

Jeden Tag ein virtueller Gruß aus unserer evangelischen Tersteegen-Kirchengemeinde

„Verbunden mit einem Gedanken oder einer Frage schicken wir Interessierten einen Impuls für den Tag – zum Nach- und Weiterdenken, zur Besinnung und Ermutigung und ganz schlicht als Segen. Das kann zum Beispiel ein kurzer Bibeltext, ein Liedvers oder ein Gebet sein“, sagt Pfarrer Jürgen Hoffmann von der evangelischen Tersteegen-Kirchengemeinde.

„Wer gern täglich einen ermutigenden Impuls aus der evangelischen Tersteegen-Kirchengemeinde erhalten möchte, kann sich dazu hier anmelden:

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Klimafasten-Spaziergänge in der evangelischen Tersteegen-Kirchengemeinde

„So viel du brauchst“

„Unter der Überschrift ‚So viel du brauchst‘ geben wir Impulse zu einem klimafreundlichen Lebensstil. Bis Ostersonntag, 17. April, können die Teilnehmenden jeden Dienstag mit uns die Erfahrung machen, dass die Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit die Augen öffnet für die einfachen und schönen Dinge. Es geht darum zu erfahren, dass bewusster Konsum einen Mehrwert bringt: Mehr Genügsamkeit, mehr Zufriedenheit, mehr Gelassenheit, mehr Freude an Kleinigkeiten“, sagt Pfarrerin Felicitas Schulz-Hoffmann von der evangelischen Tersteegen-Kirchengemeinde.

Interessierte treffen sich das nächste Mal am Dienstag, 29. März um 14.30 Uhr vor der Tersteegenkirche am Tersteegenplatz 1. Nach einem Begrüßungsgetränk und einem Impuls zur Fastenzeit machen sich die Teilnehmenden auf den Weg zum Klimafasten-Spaziergang. Um 16.30 Uhr beginnt dann ein digitaler Erfahrungsaustausch.

Informationen und eine Anmeldemöglichkeit gibt es bei Felicitas Schulz-Hoffmann per Mail unter felicitas.schulz-hoffmann@ekir.de oder telefonisch unter 0211.43 11 30.

 Theaterproduktion
„Judas“
feiert Premiere in der Tersteegenkirche

Valerie Schneider – Luka Marvin Thum

Das Regieteam um Marvin Wittiber und Valerie Schneider (Judas) – beide sind Mitglieder unsrer Gemeinde – interessiert die Projektionsfläche Judas und das Wechselspiel von Schuld und Verurteilung – individuell wie kollektiv. Nicht zuletzt fragt die Inszenierung nach Anklängen in den jüngsten Verwicklungen der Institution Kirche.

Mit: Valerie Schneider                Text: Lot Vekemans                Regie: Marvin Wittiber

Produktion und Mitarbeit Regie: Jolan C. Kluge
Bühne und Kostüm: Saskia Holte
Live-Musik und Komposition: Lennart Büchner
Dramaturgische Beratung: Claus Michael Six

Karten gibt es noch für die Vorstellungen am Karfreitag, 15. April, um 20.30 Uhr und am Karsamstag, 16. April, um 20.30 Uhr und 23.00 Uhr. Nach der 23.00 Uhr Vorstellung feiern wir in unserer Kirche die „Auferstehung Jesus.“

 Für die Premiere am Gründonnerstag, 14. April, um 20.30 Uhr, gibt es eine Warteliste.

 Reservierung:  karten.judas@gmail.com

 

Ukraine-Hilfe  –  W.I.R. helfen
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© Getty Images/iStockphoto/Wenping Zheng / evangelisch.de (M)

Die Situationen und die Bedarfe für die neu angekommenen Ukrainer*innen in Düsseldorf ändern sich täglich.

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